SALZBURG. Vor rund einem Jahr hat Lidl Österreich das „Rette mich Sackerl“ eingeführt. Die Initiative gegen Lebensmittelverschwendung wird von den Kunden gut angenommen: In den ersten zwölf Monaten wurden österreichweit mehr als 150.000 Kilogramm Gebäck vor der Entsorgung bewahrt. Täglich wechseln in den Filialen bis zu 1.700 Sackerl den Besitzer. Pro verkauftem Sackerl spendet Lidl Österreich zudem zehn Cent an Licht ins Dunkel.
Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Diskonters. Bereits 2021 startete Lidl Österreich mit der „Rette mich Box“ ein ähnliches Konzept für Obst und Gemüse. Damit werden nach Unternehmensangaben jedes Jahr mehr als zwei Millionen Kilogramm Lebensmittel gerettet.
Beim „Rette mich Sackerl“ erhalten Kunden Backwaren vom Vortag zu einem vergünstigten Fixpreis. Die Produkte sind weiterhin einwandfrei und werden gebündelt angeboten. Für den Händler verbindet das Modell mehrere Ziele: Lebensmittel sollen besser genutzt werden, Kunden sparen Geld und gleichzeitig fließt ein Beitrag an einen sozialen Zweck.
„Dass wir bereits nach einem Jahr so eine beeindruckende Bilanz ziehen können, haben wir unseren Kundinnen und Kunden zu verdanken. Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln ist nicht selbstverständlich, wir freuen uns sehr über den Erfolg“, so Michael Kunz, CEO Lidl Österreich. „Ein riesiges Dankeschön geht an alle, die mit dem Griff zum „Rette mich Sackerl‟ einen wertvollen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten.“
Mehr Auswahl im Sackerl
Um noch mehr Produkte vor der Entsorgung zu bewahren, hat Lidl Österreich das Angebot zuletzt erweitert. Neben klassischen Gebäcksorten wie Semmeln oder Kornspitz finden sich nun auch süße Spezialitäten in den Sackerln, darunter Butter-Topfengolatschen, Croissants, Zimtschnecken, Krapfen oder Apfeltaschen.
Das „Rette mich Sackerl“ ist Teil eines breiteren Maßnahmenpakets gegen Lebensmittelverschwendung. Viele Filialen arbeiten mit sozialen Einrichtungen zusammen, die regelmäßig Lebensmittel abholen; rund 1,6 Millionen Kilogramm werden so jährlich weitergegeben. Produkte, die weder verkauft noch gespendet werden können, werden zu Tierfutter verarbeitet oder in Biogasanlagen verwertet. Ergänzend setzt das Unternehmen auf angepasste Bestellsysteme, Preisreduktionen bei nahendem Mindesthaltbarkeitsdatum sowie eine reduzierte Frischeproduktion am Abend, um Übermengen zu vermeiden. (red)
