WIEN. Die Geschichte der Altglassammlung in Österreich begann 1976 in Form lokaler Pilotprojekte. Mit der schon bald darauf startenden Etablierung und dem kontinuierlichen Ausbau eines Sammelsystems in Form einer wachsenden Zahl an Sammelbehältern gingen auch die Sammelmengen in den heimischen Haushalten sukzessive in die Höhe. Seit jeher wird die Sammlung durch die Non-Profit-Organisation Austria Glas Recycling koordiniert – und hat sich längst zur wesentlichen Säule des Umweltschutzes sowie zu einem erheblichen Wirtschaftsfaktor weiterentwickelt.
Unbegrenzt recycelbar
Glas hat als Rohstoff einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Rohstoffen der Verpackungsindustrie: Es kann immer wieder recycelt werden. Gleichzeitig benötigt das Schmelzen von Altglas erheblich weniger Energie als das Schmelzen der Primärrohstoffe – pro zehn Prozent Altglas bei der Herstellung neuer Glasverpackungen werden 2,5% Energie und rund fünf Prozent CO2-Emissionen gespart – insbesondere in Zeiten hoher und volatiler Energiepreise ein ökonomisch wie ökologisch wichtiger Faktor für die Industrie.
Wirtschaftsfaktor für Logistik
Für die Logistik- und Entsorgungsbranche stellt die Altglassammlung eine Erweiterung ihres Portfolios dar: Logistikunternehmen, die für das Glasrecyclingsystem tätig sind, erhalten zuverlässig Entgelte für vereinbarungsgemäß erbrachte Leistungen. Die Logistikbranche ist, in Euro betrachtet, der stärkste Partner der Austria Glas Recycling. Die jährlichen Entgeltzahlungen an Altglassammler und -transporteure betragen insgesamt bis zu 18 Mio. €.
Der kommunale Sektor folgt dem Logistiksektor wirtschaftlich auf dem Fuß: Städte und Gemeinden erhalten seit Jahrzehnten verlässliche Entgelte für ihre Leistungen, die in Wartung und Weiterentwicklung des Altglassammelsystems fließen. In den vergangenen zehn Jahren beliefen sich diese zweckgebundenen Investitionsentgelte – etwa für moderne und gut gewartete Glascontainer – auf über 100 Mio. €.
Sammelquote über Vorgaben
Während andere EU-Staaten noch darum ringen, die vorgegebenen Quoten (70% seit 2025) zu erreichen, liegt Österreich bei Glasverpackungen seit nunmehr rund zwanzig Jahren bei einer Recyclingquote von deutlich über 80% – ein zentraler Indikator dafür, wie gut das System in Österreich etabliert ist. So wurden in den vergangenen Jahren im Schnitt 250.000 t Glasverpackungen gesammelt und zur Verwertung übergeben – das entspricht einem jährlichen Aufkommen von etwa 28 bis 29 kg Altglas pro Einwohner. (red)
Mindshare erneut Ranking-Gewinner
Die focus.xpert-Rankings der Mediaagenturen standen unter dem Eindruck wirtschaftlich angespannter Zeiten. So liegt die Gesamtsumme beim Bruttowerbewert der teilnehmenden Agenturen
