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Auf allen Kanälen aktiv: Ein Drittel des Umsatzes wird online erwirtschaftet © panthermedia.net / digitalstorm
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Redaktion 24.01.2019

Auf allen Kanälen aktiv: Ein Drittel des Umsatzes wird online erwirtschaftet

Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen und WKÖ präsentieren neue E-Commerce-Studie.

WIEN. Der Online-Handel boomt. Nicht nur die Zahl der Kunden steigt, sondern auch die der heimischen Anbieter. Immer mehr stationäre Verkäufer sind sich des digitalen Potenzials bewusst und investieren in Online-Verkaufspräsenzen. Insbesondere große Anbieter wie Amazon, Zalando oder die Otto-Gruppe profitieren vom Internet-Verkauf. Dies macht den E-Commerce für viele Branchenbeobachter zu einer Frage der Unternehmensgröße, da Umsatzsteigerungen im Online-Geschäft für kleinere Anbieter immer schwieriger werden.

Eine aktuelle Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigt nun, wie österreichische Betriebe, die zu 85 Prozent aus Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestehen, mit dem Thema umgehen und wie wichtig der Online-Handel für die österreichische Wirtschaft ist. 229 österreichische Online-Anbieter aus unterschiedlichsten Branchen wurden befragt, mit welchen Herausforderungen sie kämpfen und welche Investitionen geplant sind. „Ein Drittel der österreichischen Unternehmen (32,5 %) nutzt in irgendeiner Form den Online-Verkauf“, so Gerhard Laga von E-Center der WKÖ. „Neben dem Handel sind auch Handwerksbetriebe, Tourismus und Berater mit E-Business bereits erfolgreich unterwegs. Allein im Internet-Einzelhandel werden Umsätze von 3,2 Mrd. Euro jährlich erzielt“, unterstreicht Laga die Bedeutung für die österreichische Wirtschaft.

Im Durchschnitt: Ein Drittel des Umsatzes wird online erwirtschaftet
Viele österreichische E-Commerce-Unternehmen sind online und offline vertreten und generieren im Durchschnitt mehr als ein Drittel (33,5 Prozent) ihres Gesamtumsatzes über den Internet-Verkauf. Bemerkenswert ist, dass bereits 45,9 Prozent des Umsatzes von mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet erzielt werden (gegenüber 54,1 Prozent mittels Laptop oder Computer). „Dieses Verhältnis wird sich in nächster Zeit noch mehr zugunsten mobiler Endgeräte verschieben“, erklärt Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens. „Bei knapp drei Viertel der Befragten ist das Angebot bereits für unterschiedliche Bildschirmgrößen optimiert, alle anderen müssen dringend handeln, um konkurrenzfähig zu bleiben.“

Der Online-Boom ist auch bei Österreichs Online-Anbietern ungebrochen: Knapp drei Viertel (72,1 Prozent) planen, den Internet-Verkauf in den nächsten Jahren noch weiter auszubauen, weitere 25,8 Prozent werden das Niveau der Online-Aktivitäten jedenfalls beibehalten. Insbesondere Unternehmen im Handel sehen mit 82,2 Prozent ein besonders großes Potenzial. Geplant sind vor allem Investitionen in die Bereiche Marketing & Werbung, die Ausweitung des Online-Sortiments, den Datenschutz und die IT-Sicherheit, die Optimierung der internen Prozesse und Abläufe sowie die Suchmaschinenoptimierung auf Plattformen wie Google und Amazon.

Konkurrenz, Macht großer Anbieter und DSGVO als Herausforderungen
Online-Anbieter sind täglich mit den verschiedensten Herausforderungen konfrontiert – Reklamationen, Retouren, fehlerhafte Funktionen der Webseite oder Cyber-Attacken beschäftigen die Mitarbeiter von Online-Unternehmen. Besonders herausfordernd aus Sicht der Befragten sind der Konkurrenzdruck, günstigere Liefer- und Transportbedingungen für große Händler und die Datenschutzbestimmungen. Auch gefälschte Kundenbewertungen und die technische Gestaltung bzw. Optimierung des Online-Shops werden als Herausforderungen genannt.

Unterstützung durch Experten kann hier Abhilfe schaffen, weshalb Online-Anbieter sich gleiche Rahmenbedingungen in ganz Europa, gleiche Rahmenbedingungen für alle, die in Österreich verkaufen, zuverlässige Paketdienstleister, Beratung und Schulungen zu Rechtsfragen sowie zum Datenschutz bzw. der DSGVO wünschen. Datenschutz und die Umsetzung der DSGVO waren auch die Top-Inhalte im umfangreichen Digital Service der WKO. Das editierbare WKO Firmen A-Z gibt jedem Unternehmen eine Online-Visitenkarte, Online-Ratgeber gehen in mehr als 40 Themen auf die individuelle Situation des Unternehmens ein und der brandneue Online Website-Check gibt Empfehlungen und Tipps zur Optimierung der Unternehmenswebsite. Und natürlich beraten die Wirtschaftskammern Ihre Mitglieder zu allen rechtlichen Aspekten, die beim Online-Handel zu beachten sind. (red)

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