Bio-Ausgaben  auf Rekordniveau
© AMA-Marketing/Buchenwald
RETAIL Redaktion 20.02.2026

Bio-Ausgaben auf Rekordniveau

Einkaufsmengen der heimischen Haushalte stiegen um 2,3 Prozent, die Ausgaben legten um 6,5 Prozent zu.

WIEN/NÜRNBERG. Der Biomarkt in Österreich setzt seinen Wachstumskurs fort: Aktuelle Ergebnisse der RollAMA, welche die AMA-Marketing vergangene Woche im Rahmen der Biofach präsentierte, zeigen einen neuerlichen Anstieg sowohl bei den Ausgaben (6,5%) als auch bei den Mengen (2,3%). Im Schnitt gab ein Haushalt im Jahr 2025 rund 360 € für Bioprodukte des RollAMA-Warenkorbs aus; anteilsmäßig stiegen die Ausgaben von Bio-Lebensmitteln auf ein All-Time High von knapp zwölf Prozent. „Die inflationsbedingte Kaufzurückhaltung in den letzten beiden Jahren sei damit überwunden und die Erfolgsgeschichte von Bio geht weiter“, folgern die Autoren der Analyse.

Hohe Zuwächse bei Mehl
In den meisten Warengruppen sind Zuwächse zu verzeichnen, besonders deutlich fallen diese bei Mehl aus, der wertmäßige Anteil stieg hier auf 30%. Auch bei Fleisch stieg der Bioanteil und liegt nun erstmals bei über acht Prozent. Während die Bio-Anteile bei Rind- und Kalbfleisch sowie Hühnerfleisch zulegten, gingen sie bei Schweinefleisch und Putenfleisch leicht zurückgegangen.

Eigeninteresse überwiegt
Eine ergänzende Motivanalyse vom Dezember 2025 unter mehr als 1.500 Befragten ging den Einstellungen zu Bio-Lebensmitteln auf den Grund. Mehr als die Hälfte konsumiert der Studie zufolge mindestens einmal in der Woche Bioprodukte, 15% so gut wie täglich, ein Drittel mehrmals wöchentlich. Die Motivatoren für den Biokauf sind vielfältig: In erster Linie zählt, dass Bio-Lebensmittel frei von Chemie und Pestiziden sind und natürlich produziert werden, eine fast ebenso große Rolle spielt die artgerechte Tierhaltung. Geschmack und Umweltschutz spielen indes für zwei Drittel der Befragten eine nur untergeordnete Rolle (siehe Grafik).
Interessant: Beim Kauf von Bio überwiegt mittlerweile das Eigeninteresse. Man möchte in erster Linie sich und seiner Familie etwas Gutes tun. Bei regionalen Produkten ohne Bezug zu Bio ist die Verantwortung für Umwelt und heimische Landwirtschaft ein deutlich höherer Motivator.

Im Mainstream angekommen
„Die Zahlen zeigen sehr klar, dass Bio heute eine selbstverständliche Wahl ist – besonders dann, wenn Herkunft, Qualität und Vertrauen zusammenkommen“, folgert Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing. Bio sei „im Mainstream der Gesellschaft“ angekommen“ – was sich auch daran zeigt, dass eigenzentrierte Motive wie Gesundheit, Sicherheit und Qualität heute „zunehmend die Kaufentscheidung“ bestimmen. (red)

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