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Boss legt starkes Schlussquartal 2016 hin Hogo Boss
Hogo Boss

Redaktion 16.01.2017

Boss legt starkes Schlussquartal 2016 hin

Einbußen eingegrenzt, Turnaround in China.

DÜSSELDORF/METZINGEN. Der im Umbau steckende Modekonzern Hugo Boss hat dank eines Schlussspurts 2016 besser abgeschnitten als erwartet und damit an der Börse gepunktet. Das operative Ergebnis werde im abgelaufenen Jahr nach ersten Berechnungen wohl am oberen Ende der Prognosespanne liegen, und der Konzernumsatz lediglich um vier Prozent auf 2,69 Mrd. € schrumpfen – das teilte Konzernchef Mark Langer gestern, Montag, mit.

Gegenüber dem bisherigen Verlauf habe sich das Jahresendgeschäft im Bereich Anzüge, Hemden und Mäntel besser entwickelt. "Die Ergebnisse des vierten Quartals zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Langer. "In China haben wir im zweiten Halbjahr den Turnaround geschafft, auch in Europa haben wir uns in einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet."

Konzernchef Langer hatte zuletzt für 2016 ein Umsatzminus von bis zu zehn Prozent und einen Rückgang des Betriebsergebnisses von 17 bis 23% befürchtet. 2015 verbuchte Boss ein bereinigtes EBITDA von 594 Mio. €. Mit weniger Marken und einer stärkeren Ausrichtung auf Herrenmode will Langer den kriselnden Modekonzern wieder zurück auf die Erfolgsspur bringen.
Die Anleger reagierten erleichtert – und griffen zu. Die Aktien der Modefirma stiegen um knapp zehn Prozent auf 58,92 € und setzten sich damit an die Spitze im Nebenwerteindex MDax. Die Zahlen seien besser ausgefallen als prognostiziert, sagte ein Börsianer.

Langer will am 9. März 2017 die vollständige Jahresbilanz präsentieren; einen Tag zuvor wird der Aufsichtsrat über den Dividendenvorschlag entscheiden. Für 2015 erhielten die Anleger trotz Gewinnrückgangs eine stabile Dividende von 3,62 € je Aktie. Im vierten Quartal schrumpften die Erlöse um drei Prozent auf 725 Mio. €, währungsbereinigt um ein Prozent. Während sie in Europa dank eines robusten Wachstums in Großbritannien währungsbereinigt um zwei Prozent stiegen, sanken sie in der Region Amerika in lokalen Währungen um 14%. Asien lag dagegen um fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Auf dem chinesischen Festland erzielte Boss auf vergleichbarer Fläche und ohne Währungseffekte ein Umsatzplus von fast 20%. (APA)

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