efko setzt auf Sicherung heimischer Lebensmittel
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Thomas Krahofer, Geschäftsführer efko Gruppe
RETAIL Redaktion 12.10.2026

efko setzt auf Sicherung heimischer Lebensmittel

Die angekündigte Schließung eines Tiefkühlgemüsewerks im Marchfeld verdeutlicht die Bedeutung regionaler Verarbeitungskapazitäten für die heimische Landwirtschaft. efko warnt vor den langfristigen Folgen für landwirtschaftliche Betriebe, Arbeitsplätze und die Versorgung mit österreichischen Lebensmitteln. „Was über Generationen aufgebaut wurde, lässt sich nicht kurzfristig ersetzen“, erklärt Thomas Krahofer, Geschäftsführer der efko Gruppe. Der Wegfall verlässlicher Abnehmer gefährde nicht nur einzelne Ernten, sondern auch bestehende Wertschöpfungsketten, Investitionen und über Jahrzehnte aufgebautes Wissen.

Steigende Energie-, Personal- und Bürokratiekosten erschweren zunehmend die wettbewerbsfähige Lebensmittelproduktion in Österreich. efko setzt deshalb auf langfristige Partnerschaften mit der Landwirtschaft und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen. Das Unternehmen, das jährlich rund 90.000 Tonnen Obst und Gemüse verarbeitet, zeigt sich auch offen für Gespräche über eine mögliche Lösung im Marchfeld. Ob daraus ein konkretes Engagement in der Tiefkühlverarbeitung entsteht, sei derzeit allerdings offen. Dieser Bereich zählte bislang nicht zu den strategischen Schwerpunkten der Gruppe.

Krahofer sieht Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Politik und Konsumenten gleichermaßen in der Verantwortung. Neben wettbewerbsfähigen Produktionsbedingungen brauche es verlässliche Absatzmöglichkeiten, transparente Herkunftsinformationen und eine entsprechende Sortimentsgestaltung im Handel. Ziel sei es, den heimischen Anbau und die regionale Verarbeitung langfristig zu sichern.
 

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