Früher Weizenstart: Geringere Erträge mit hohen Qualitäten erwartet
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RETAIL Redaktion 15.07.2026

Früher Weizenstart: Geringere Erträge mit hohen Qualitäten erwartet

WIEN. Die Weizenernte hat heuer mehr als zehn Tage früher als in durchschnittlichen Jahren begonnen. Grund dafür sind die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen, die den Reifeprozess der Pflanzen beschleunigt haben. Erste Erhebungen deuten auf geringere Erträge hin, die Qualität des Weizens dürfte jedoch weiterhin hoch bleiben.

Durch die sogenannte Notreife endet die Kornfüllung früher, wodurch die Pflanzen weniger Körner ausbilden können. Sind die Körner bereits weitgehend entwickelt, kann die Qualität dennoch erhalten bleiben.

„Die Ähren sind heuer in vielen Regionen kürzer, da sie weniger Körner ausgebildet haben. Dazu hat vor allem die Trockenheit im Frühjahr geführt. Erste Getreideanalysen stimmen dennoch optimistisch: Die Qualität des Weizens ist als „hoch“ zu bewerten, da die Kornausbildung vor der Hitze bereits großteils abgeschlossen war. Jetzt gilt es, die gesamte Getreideernte abzuwarten. Mein persönlicher Appell: Schauen Sie beim Einkauf von Brot und Gebäck auf das AMA-Gütesiegel. Damit genießen Sie höchste regionale Qualität und unterstützen die Ackerbäuerinnen und -bauern in ihren Regionen“, sagt Lorenz Mayr, Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing und Getreidebauer.

Die zunehmenden Wetterextreme stellen die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Mayr verweist auf Maßnahmen wie Zwischenfruchtanbau, schonende Bodenbearbeitung oder Windschutzstreifen, die den Humusaufbau fördern und das Austrocknen der Böden verzögern können.

„Wir Bäuerinnen und Bauern arbeiten tagtäglich mit der Natur und spüren klimatische Veränderungen als direkte Betroffene. Umso wichtiger sind ackerbauliche Maßnahmen, die den Humusaufbau fördern und das hitzebedingte Austrocknen des Ackerbodens möglichst lange hinauszögern. Dafür eignen sich Maßnahmen wie der Zwischenfruchtanbau, eine möglichst schonende Bodenbearbeitung, beispielsweise durch Direktsaat, oder auch das Anlegen von Windschutzstreifen. AMA-Gütesiegel-Betriebe setzen im Rahmen ihrer Bewirtschaftung solche ökologischen Maßnahmen um. Diese Leistungen müssen uns etwas wert sein.“

Das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biosiegel sollen Konsumenten Orientierung bei der Auswahl regionaler Lebensmittel geben. Mehr als 7.000 Ackerbauern nehmen laut AMA-Marketing bereits an der AMA-Gütesiegel-Richtlinie für Ackerfrüchte teil und liefern damit die Grundlage für Brot und Backwaren mit dem AMA-Gütesiegel.

„Die Qualität beginnt am Feld. Wir sind stolz, dass bereits über 7.000 Ackerbäuerinnen und -bauern an der AMA-Gütesiegel-Richtlinie für Ackerfrüchte teilnehmen und mit ihrer Arbeit die Grundlage für Brot und Backwaren mit dem AMA-Gütesiegel liefern. Wir werden dieses Programm weiter ausbauen, damit Konsumentinnen und Konsumenten künftig ein noch breiteres Angebot genießen können. Denn wer zu Brot und Gebäck mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel greift, entscheidet sich für regionale Lebensmittel mit geprüfter Qualität“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing. (red)

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