WIEN. Aktuelle Daten von YouGov CP Austria zeigen, dass Verbraucher trotz anhaltender Preissteigerungen nicht ausschließlich auf den Preis achten, sondern verstärkt den persönlichen Nutzen von Produkten berücksichtigen.
„Konsumentinnen und Konsumenten sparen nicht einfach wahllos, sondern treffen bewusste Entscheidungen darüber, wofür sie ihr Geld ausgeben“, sagt Klara Fichtenbauer, Senior Consultant Consumer Panel & Services bei YouGov CP Austria. Produkte mit einem erkennbaren persönlichen Mehrwert blieben daher auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten gefragt.
YouGov identifiziert mehrere Strategien, mit denen Verbraucher auf die sogenannte Polykrise reagieren. Dazu zählen das Bedürfnis nach Sicherheit und Risikovermeidung, die aktive Einflussnahme auf das eigene Wohlbefinden, bewusste Auszeiten und Genussmomente sowie die Orientierung an Vertrautem. Davon profitieren insbesondere Produkte, die gesundheitliche Vorteile vermitteln.
Zusätzlichen Schub erhält das Thema durch den demografischen Wandel. Auf EU-Ebene verbringen Menschen durchschnittlich rund 18 Jahre ihres Lebens mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen, in Österreich liegt der Wert noch höher. Entsprechend rückt die langfristige Gesundheit stärker in den Fokus.
„Acht von zehn Europäern machen sich beim täglichen Einkauf Gedanken darüber, ob Produkte ihrer Langzeitgesundheit schaden könnten – die junge Generation Z genauso wie ältere Boomer-Generationen“, erklärt Fichtenbauer.
Die Schwerpunkte unterscheiden sich allerdings nach Alter. Jüngere Verbraucher achten verstärkt auf mentale Gesundheit, soziale Beziehungen, Hormonhaushalt und Stoffwechsel, ältere Zielgruppen stärker auf Schlafqualität, Bewegung und körperliche Fitness. Ernährung bleibt generationenübergreifend ein zentraler Faktor: Rund ein Drittel der Konsumenten betrachtet FMCG-Produkte als einen der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Langzeitgesundheit.
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