Handel fordert Entlastung von der EU
© APA_AFP_Nicolas_TUCAT
Ursula von der Leyen 
RETAIL Redaktion 21.09.2026

Handel fordert Entlastung von der EU

Weniger Bürokratie, ein funktionierender Binnenmarkt, leistbare Energie und die Abschaffung territorialer Lieferbeschränkungen.

WIEN. Der Handelsverband begrüßt zentrale Punkte der von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigten Prioritäten. Positiv bewertet er auch den vorgeschlagenen Pakt gegen Gold-Plating, also gegen zusätzliche nationale Auflagen bei der Umsetzung europäischer Vorgaben.

„Europa muss im Geschäftsalltag einfacher und schneller werden. Der angekündigte Pakt gegen Gold-Plating ist dafür ein wichtiger Schritt. Wer Bürokratieabbau verspricht, muss aber auch bei der eigenen Verwaltung ansetzen“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Er unterstützt daher auch die Forderung von Bundeskanzler Stocker nach stärkeren Einsparungen auf EU-Ebene.

Handlungsbedarf sieht der Handelsverband insbesondere bei territorialen Lieferbeschränkungen internationaler FMCG-Hersteller. Diese können verhindern, dass Händler Waren innerhalb der EU dort beziehen, wo sie günstiger angeboten werden. Der Verband fordert daher bis Jahresende einen wirksamen Gesetzesvorschlag. „Der Binnenmarkt darf nicht an der österreichischen Grenze enden. Jede weitere Verzögerung geht zulasten von Wettbewerb, Handel und Kaufkraft“, so Will.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL