EFERDING. Manfred Hohensinner ist Mitbegründer und Geschäftsführer der Frutura Obst & Gemüse Kompetenzzentrum GmbH. Sein Lebensweg dorthin ist eher ungewöhnlich – vom Findelkind und Bergbauern zum Unternehmer und Gestalter eines der bedeutendsten Obst- und Gemüseunternehmen Österreichs. Genau diese Geschichte hat er nun in einem Buch verarbeitet. Es heißt: „Wilde Zeiten – Wenn nachhaltige Qualität Märkte erobert.“ Hohensinner erzählt dabei von einem Weg, der von Pioniergeist, Mut, Beharrlichkeit und den Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt, geprägt ist.
Gemeinsam mit seinen Partnern nutzte er beispielsweise als Erster in Österreich die Wärme des Thermalwassers zur Beheizung von Gewächshäusern, um regionale Lebensmittel aus Bad Blumau ganzjährig und klimaschonend anstatt mit fossilen Energieträgern zu produzieren.
Aktueller denn je
Die Positionen, die Hohensinner vertritt und die sein Lebenswerk prägen, sind angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Landwirtschaft besonders relevant. Mit seinem Buch will er das Bild einer ausschließlich gebeutelten Landwirtschaft zurechtrücken. „Österreich verfügt nach wie vor über einen unvergleichbaren Schatz an natürlichen Ressourcen. Wir müssen ihn nur richtig nützen“, erklärt er in dem Buch.
Ehrenzeichen verliehen
Frutura ist Produzent und größter Vermarkter für Obst und Gemüse in Österreich und versorgt somit Millionen Menschen. Für seine Umweltinitiativen erhielt Hohensinner das Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich. Heute leitet er Frutura gemeinsam mit seiner Tochter. (red)
Die Milchmädchen und die Rechnung
Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider EIN LEISES MUH. Man muss Anton Benya nicht als Agrartheoretiker feiern, um die Logik zu verstehen: „Die Kuh, die man melken will, darf