Österreichs Kaufkraft stagniert real
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RETAIL Redaktion 01.09.2026

Österreichs Kaufkraft stagniert real

Österreich verzeichnete zwischen 2020 und 2025 zwar einen nominellen Kaufkraftzuwachs von rund 25%, real blieb davon jedoch nichts übrig. Laut einer aktuellen Analyse von RegioData Research wurde das gesamte Plus von der Inflation aufgezehrt. Damit stagniert die reale Kaufkraft und Österreich bleibt deutlich hinter der Entwicklung vieler mittel-, ost- und südosteuropäischer Länder zurück.

Besonders stark holten Länder mit bislang niedrigerem Kaufkraftniveau auf. Bulgarien verzeichnete innerhalb von fünf Jahren ein nominelles Plus von 108%, Serbien von 96%, Polen von 76% und Kroatien von 50%. RegioData sieht darin einen deutlichen Aufholprozess innerhalb Europas.

Auch Deutschland erreichte nominell einen Zuwachs von rund 26%. Da die Inflation dort im Vergleich zu Österreich geringer ausfiel, blieb real ein kleines Plus. In anderen etablierten Wohlstandsmärkten entwickelte sich die Kaufkraft ebenfalls vergleichsweise langsam: Dänemark kam auf rund 20%, Norwegen und Finnland auf jeweils 23%, Schweden auf 24% und die Schweiz auf 27%.

Die absoluten Kaufkraftunterschiede in Europa bleiben dennoch erheblich. Während ein Einwohner der Schweiz im Schnitt über 50.000 Euro jährlich zur Verfügung hat, sind es in Serbien weniger als 7.000 Euro. Setzt sich die Entwicklung fort, dürfte sich der Kaufkraftabstand zwischen Österreich und den dynamisch wachsenden Aufholermärkten jedoch weiter verringern.

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