Post hält Kurs trotz schwierigem Marktumfeld
© Österreichische Post AG
RETAIL Redaktion 12.05.2026

Post hält Kurs trotz schwierigem Marktumfeld

WIEN. Die Österreichische Post ist mit einem leichten Umsatzplus ins Jahr 2026 gestartet, musste beim Ergebnis aber Rückgänge hinnehmen. Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Quartal um 0,9% auf 770,7 Mio. Euro. Wachstumstreiber blieb das Paketgeschäft, während das klassische Briefgeschäft weiter unter Druck steht.

Besonders stark entwickelte sich die Division E-Commerce & Logistics. Die Umsätze legten hier um 6,9% auf 447,4 Mio. Euro zu. In Österreich sowie in Südost- und Osteuropa verzeichnete die Post deutliche Volumenzuwächse. Belastend wirkten hingegen regulatorische Einschränkungen im internationalen Handel, insbesondere in der Türkei.

Das Briefgeschäft bleibt dagegen rückläufig. Die Division Brief, Filiale & Services verlor 7,6% und kam auf 289,9 Mio. Euro Umsatz. Gründe dafür sind laut Unternehmen die fortschreitende Digitalisierung sowie sinkende Werbeausgaben vieler Kunden.

Auch die Bankdivision entwickelte sich rückläufig und erzielte mit 35,2 Mio. Euro um 7,6% weniger Umsatz als im Vorjahr. Die bank99 konnte laut Post dennoch ein nachhaltig positives Ergebnis erwirtschaften. Beim Ergebnis lag die Österreichische Post erwartungsgemäß unter dem Vorjahr. Das EBITDA sank von 101,6 Mio. Euro auf 93,8 Mio. Euro, das EBIT von 48,4 Mio. Euro auf 36,8 Mio. Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich auf 15,3 Mio. Euro nach 39,6 Mio. Euro im Vorjahr. Belastend wirkte dabei unter anderem ein negativer Bewertungseffekt rund um Aras Kargo.

„Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld hat sich die Österreichische Post im ersten Quartal gut gehalten“, erklärt Generaldirektor Walter Oblin. Der Umsatz habe dank des E-Commerce-Wachstums leicht verbessert werden können, das Ergebnis liege hingegen erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr bleibt die Post beim Ausblick vorsichtig optimistisch. Erwartet wird weiterhin ein leichter Umsatzanstieg bei weitgehend stabiler Ergebnisentwicklung. Investiert werden sollen 2026 zwischen 140 und 160 Mio. Euro, unter anderem in das Logistikzentrum Salzburg, Paketautomaten sowie die Elektrifizierung der Zustellflotte. Bis 2030 will die Österreichische Post die letzte Meile in Österreich vollständig CO₂-frei gestalten.

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