MILS/HALL. Wedl blickt auf ein wirtschaftlich anspruchsvolles, gleichsam solides Geschäftsjahr 2025 zurück. Volatile Rahmenbedingungen im Tourismus, wechselhafte Wetterlagen und ein kurzfristiges Buchungsverhalten prägten den Jahresverlauf. Zugleich gelang es dem Unternehmen, Stabilität und Wachstum zu verbinden. Im Kerngeschäft Gastronomie-Großhandel erwirtschaftete Wedl einen Umsatz von 483,5 Mio. €, was einem Plus von 4,4% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Gesamtumsatz der Wedl-Gruppe stieg auf 683,7 Mio. € (+3,8%). Besonders dynamisch entwickelte sich dabei der Bereich Kaffee mit einem Umsatz von 54,2 Mio €, was einem Zuwachs von 21,8% entspricht.
Flotter Start ins Jahr
Nach einem starken Jahresauftakt folgten im Frühjahr temporäre Rückgänge, ehe sich im Frühsommer eine spürbare Nachfragesteigerung einstellte. Uneinheitlich verlief sodann der Spätsommer – letztlich endete das Jahr aber mit einer sehr guten Auftragslage im Dezember. „Die Fähigkeit, rasch auf Veränderungen zu reagieren, war 2025 entscheidend“, beurteilt Lorenz Wedl, Mitglied der Geschäftsführung, den Status quo. Er verweist auf die stetig wachsende Bedeutung von Flexibilität und konsequenter Kundenorientierung.
Passend dazu investierte Wedl weiter in die Modernisierung seiner IT-Systeme. Der laufende Digitalisierungsprozess soll interne Abläufe vereinfachen und die Servicequalität weiter erhöhen. In der Gastronomiesparte setzt sich der Trend zur Zustellung überdeutlich fort: Mehr als 75% des Umsatzes im Lebensmittelgroßhandel wurden bereits über diesen Kanal erzielt. Ebenso überschritt der Anteil der Webshop-Bestellungen erstmals 55%. Auch App-Bestellungen legten um über 33% zu.
Ein Schwerpunkt lag 2025 auf der Sortimentsentwicklung, mit Fokus auf Regionalität, italienische Spezialitäten und Tiefkühlprodukte. Sehr positiv entwickelte sich hier die Wedl-Tochter Procaffè in Italien: trotz turbulenter Rohkaffeemärkte erzielte sie einen Umsatzrekord. Wachstumstreiber waren v.a. internationale Märkte, etwa Griechenland und Deutschland.
Innovativ bei Gastro-Tech
Mit der Gründung von happyBytz setzte Wedl zudem einen Innovationsschritt im Bereich Gastro-Tech. Das Tochterunternehmen verbindet robotergestützte Küchenmodule mit standardisierten Rezepturen. Es richtet sich damit an Gastronomie, Hotellerie sowie öffentliche Einrichtungen. „Wir schaffen Lösungen mit echtem Mehrwert“, betont entsprechend Klaus Mantl, Geschäftsführer der Wedl Handels-GmbH. Ergänzend wurde das nationale Key Account Management weiter ausgebaut – dabei geht es darum, Großkunden gezielter betreuen zu können. (red)
Aus der Nische in den Mainstream
refurbed blickt auf ein in allen Bereichen erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: Das Unternehmen erreichte bedeutende Meilensteine, baute seine Marktführerschaft in Deutschland
