WIEN. Von 11. bis 13. September ging in der Marx Halle in Wien-Landstraße die zwölfte Ausgabe des Vienna Coffee Festivals über die Bühne. 2015 von Günther Gapp ins Leben gerufen, übergab der nunmehrige „Special Adviser“ das Szepter an die Wiener Event- und Kommunikationsagentur Lefor Oberbauer, die erstmals als Ausrichter fungierte.
Deren Geschäftsführerin Michi Lefor hatte kein Hehl aus den neuen Ansprüchen gemacht: Mehr Aussteller, mehr Vielfalt und mehr Besucher – das war der Anspruch, und diesem wurde man, wie die nun präsentierten Zahlen zeigen, auch gerecht: Mit über 10.000 Besuchern konnte man die Teilnehmerzahl um mehr als 20% gegenüber der letztjährigen Ausgabe steigern, und 110 Aussteller stellen einen neuen Rekord dar.
„Wir sind überwältigt von der großartigen Stimmung des Festivals und dem vielen positiven Feedback, das wir von Ausstellern und Besucherinnen und Besuchern erhalten haben. Man hat an allen drei Tagen gespürt, wie viel Qualität, Leidenschaft und Potenzial in der österreichischen Kaffeeszene steckt – und wie wichtig es ist, ihr mit dem Vienna Coffee Festival eine starke Bühne zu bieten“, zieht Lefor eine zufriedene Bilanz.
Weltmeister als Stargast
„Besonders freut uns, dass wir damit Röstereien, Baristas, Produzentinnen und Produzenten, Coffee Shops, Maschinenpartner und alle, die Kaffee mit so viel Engagement weiterentwickeln, noch sichtbarer machen können“, so Lefor weiter. Ihr „persönliches Highlight“ sei „genau diese besondere Mischung: die unterschiedlichen Stände, die Begegnungen mit Besucherinnen und Besuchern, die vielen Gespräche – und natürlich Jack Simpson, der als World Barista Champion nicht nur fachlich beeindruckt, sondern auch mit seiner sympathischen Art begeistert hat.“
Simpson, eines der bekanntesten Gesichter der internationalen Kaffeeszene, war auf Einladung des italienischen Ausstellers Faema nach Wien gekommen und zählte laut Lefor „zu den großen Publikumsmagneten des Wochenendes“.
Staatsmeisterschaft als Finale
Das Finale des Festivals stellte die Vergabe der Staatsmeistertitel in den Kategorien „Barista“ und „Latte Art“ dar. „Das Verständnis für Kaffee steigt – das hat man nicht nur beim Festival gesehen. Auch das Level bei den Staatsmeisterschaften geht mehr und mehr in die Höhe“, resümierte Oliver Götz, Obmann der austragenden Specialty Coffee Association (SCA).
Über den Titel in der Kategorie „Latte Art“ durfte sich heuer Julian Tomala freuen, Madalin Truica wird Österreich als frisch gebackener Barista-Staatsmeister bei der Weltmeisterschaft 2027 in Tokio vertreten. (red)
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