Die Gewinner des  Recommender-Awards
© FMVÖ/Hörmandinger
FINANCENET Redaktion 22.05.2026

Die Gewinner des Recommender-Awards

Der FMVÖ-Preis feierte heuer sein 20-jähriges Jubiläum im Camineum der Wiener Nationalbibliothek.

••• Reinhard Krémer

Im Beisein von langjährigen Wegbegleitern des Awards und hochrangigen Vertretern aus der österreichischen Finanzbranche ließ der Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) zwei bewegte Jahrzehnte Revue passieren und ehrte die diesjährigen Preisträger.

Die Veranstaltung stand mit einer vielbeachteten Keynote von Bettina Fuhrmann von der WU Wien unter dem Motto „Wert der Finanzkompetenz“. FMVÖ-Präsident Erich Mayer bedankte sich in seiner Begrüßungsrede nicht nur bei den beiden Gründungsmitgliedern Josef Redl und Klaus Kotek, sondern auch bei den zahlreich anwesenden Vertretern der österreichischen Finanzinstitute: „Die heimischen Banken und Versicherungen haben den FMVÖ-Recommender von der ersten Stunde an als wichtigen Maßstab anerkannt und damit zum Erfolg der Auszeichnung beigetragen, indem sie den Award und die Gütesiegel in ihre Unternehmenskommunikation eingebunden haben“.

Das sind die Gewinner
„Die Bewertungen durch 8.000 Kunden geben ein authentisches Bild darüber, wie empfehlenswert Banken und Versicherungen aus Sicht ihrer Kunden sind. So konnten wir erreichen, dass Kundenorientierung noch mehr zu einem wesentlichen Faktor für den Geschäftserfolg wurde“, sagte der FMVÖ-Präsident.

Keine Änderung gegenüber dem Vorjahr gab es bei den österreichweit tätigen Banken und Versicherungen: So erhielt die Erste Bank mit einem Respektabstand den FMVÖ-Recommender-Award in der Kategorie „Großbanken“, den ersten Platz bei den „bundesweiten Versicherungen“ konnte die Grawe behaupten.

Gleich drei der „überregionalen Banken“ sicherten sich dank deutlicher Zuwächse bei der Kundenzufriedenheit ein exzellentes Gütesiegel, als Sieger der Kategorie ging in diesem Jahr die Hypo NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien hervor.

Volksbank Salzburg zeigt auf
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Regionalbanken, wo ebenfalls drei exzellente und auch vier hervorragende Gütesiegel vergeben wurden. An die Spitze setzen konnte sich die Volksbank Salzburg, die sich auch über den höchsten NPS-Wert unter den Banken freuen darf.

Bei den Landesversicherungen gab es einen Wechsel an der Spitze, die aber wie im Vorjahr in westösterreichischer Hand bleibt: Die Vorarlberger Landes-Versicherung erzielte ein exzellentes Gütesiegel und den Kategorie-Sieg.
Bei den Direkt- und Spezialversicherungen gibt es mit der Arag einen Newcomer als Gewinner des FMVÖ-Recommender-Awards, die mit einem satten NPS-Zuwachs von 27% auch den Sonderpreis „Aufsteiger des Jahres“ gewann.

Neben den sechs Recommender-Award-Kategorien und dem „Aufsteiger des Jahres“ zeichnet der FMVÖ besondere Leistungen in der Kundenzufriedenheit mit eigenen Sonderpreisen aus. Gleich zwei Raiffeisen Landesorganisationen konnten hier reüssieren: Die Raiffeisenlandesbank Steiermark wurde nämlich als „Bank mit der besten Kundenberatung“ und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich als „Bank mit dem besten Kundenservice“ mit einem Recommender geehrt.

Wiener Städtische holt Preis
„Versicherung mit der besten Kundenberatung“ wurde im Jubiläumsjahr die Wiener Städtische Versicherung und „Versicherung mit dem besten Kundenservice“ die Zürich Versicherung. Über einen Ex-aequo-Gewinn als „Versicherung mit dem besten Schadensmanagement“ kann sich der Vorjahressieger Niederösterreichische Versicherung heuer gemeinsam mit der Ober­österreichischen Versicherung freuen.

Festlicher Gala-Abend
Rund 180 Gratulanten hatten sich im Camineum der Nationalbibliothek in der Wiener Innenstadt versammelt, um gemeinsam mit den Initiatoren des Awards eine Institution der österreichischen Finanzwirtschaft zu feiern.
Neben den Auszeichnungen erlebten die Gäste ein buntes und kurzweiliges Programm, das von Auftritten der A-cappella-Band „Das wird super“ umrahmt wurde.

Kurze Impulse kamen von Vertretern von Accenture, New Frontier Innova und willhaben. Klaus Hermetschläger (Managing Director Insurance CEE) und Andreas Weiss (Associate Director Financial Services Austria) von Accenture sprachen über die Frage, ob die Gen Z wirklich Banken und Versicherungen meidet oder ob ihre Erwartungen bislang schlicht nicht in der bestehenden Branchenlogik ankommen und verstanden wurden.

Bedürfnisse der Gen Z
Dabei gingen sie auch darauf ein, woran Banken und Versicherungen konkret erkennen, ob sie gerade an den Bedürfnissen der Gen Z vorbeireden und wo aus Sicht von Accenture die größte Übersetzungslücke liegt. „Spitzenplätze im NPS erfordern heute eine durchgängig starke digitale Erfahrung, echte Personalisierung und ein digitales Leistungsangebot, das klassisches Banking übertrifft“, sagte Gregor Bierent, CEO New Frontier Innova.
„Kunden wollen von ihrer Bank gekannt, nahtlos begleitet und im Alltag aktiv unterstützt werden. Dies ermöglichen wir mit Fintense, unserer Digital Banking Plattform“, so der New Frontier Innova-CEO.

Vertrauen und Matchmaking
Jochen Schneeberger, Sales Director Digital Advertising bei willhaben, erläuterte, dass Vertrauen und Matchmaking die wichtigsten Währungen im Finanzmarketing sind: „Dass willhaben nun auf radikale User Centricity, weniger Werbedichte und konsequente Relevanz setzt, ist für die Kommunikation in der Finanzwelt ein echtes Upgrade. Native Formate bieten die Chance, Finanzthemen organisch und treffsicher zu platzieren. Für Finanzdienstleister bedeutet das: Echte Berührungspunkte statt bloßer Klicks. Ein rigoroser Schritt, der die Werbewirkung massiv steigert.“

Prämissen des Recommender
Als Basis für den FMVÖ-Recommender-Award dient eine Umfrage, die vom Marktforschungsinstitut Telemark Marketing im ersten Quartal 2026 unter 8.000 Kunden von Banken und Versicherungen durchgeführt wurde.
Zur Ermittlung der Gewinner kommt seit Beginn der Net Promoter Score (NPS), also die Messung der Weiterempfehlungsbereitschaft, zur Anwendung.

Studienleiter und FMVÖ-Vorstandsmitglied Robert Sobotka interpretierte die Ergebnisse im Jubiläumsjahr: „Obwohl die durchschnittliche Weiterempfehlungsbereitschaft bei den Banken und Versicherungen nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr – von 18,4% auf 19,6% bei den Banken und von 18,2% auf 18,6% bei den Versicherungen – angestiegen ist, erleben wir 2026 einen deutlichen Zuwachs auf 31 Gütesiegel gegenüber 24 in 2025.“

„Vor allem bei den Banken konnten wir heuer zahlreiche Institute mit einem exzellenten Gütesiegel auszeichnen, bei den Versicherungen haben hingegen nur zwei die NPS-Schwelle von 30 Prozent überschritten“, sagt Sobotka.

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