WIEN. Österreich steht vor der größten Reform der betrieblichen Altersvorsorge seit Einführung der Pensionskassen. Mit dem von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Gesetzespaket soll die zweite Säule breiter aufgestellt, die Voraussetzung für höhere Erträge und mehr Wahlfreiheit geschaffen und der Zugang zu einer betrieblichen Zusatzpension deutlich erleichtert werden. Ein zentrales Element ist die Umsetzung des seit Jahren vom Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen geforderten Prinzips eines Generalpensionskassenvertrags.
Zusatzpension aufbauen
Künftig sollen mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten, über den Transfer der Abfertigung Neu eine Zusatzpension durch Pensionskassen aufzubauen. Wie groß das Potenzial für den Ausbau der zweiten Säule ist, zeigt eine aktuelle Befragung von Unique research im Auftrag des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen. Demnach tendieren 68% der befragten Berufstätigen zur Einschätzung, für ihre finanzielle Absicherung im Alter zusätzlich zur staatlichen Pension eine betriebliche Altersvorsorge zu benötigen. Nur 22% gehen eher davon aus, dass die staatliche Pension allein ausreichen wird. (rk)
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