WIEN. Bei der ordentlichen Hauptversammlung der Raiffeisen Bank International AG (RBI) wurde unter anderem eine Dividende von 1,60 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen, die am 17. April 2026 ausbezahlt wurde, sowie die Wahl von Eva Fugger, Martin Hauer und Thomas Wass in den Aufsichtsrat. Der zukünftige Vorstandsvorsitzende der RBI Michael Höllerer legte sein Aufsichtsratsmandat zurück.
Starkes Kernkapital
Johann Strobl, scheidender Vorstandsvorsitzender der RBI, präsentierte die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 und betonte die Ertragsstärke und die gute Kapitalausstattung der Bank: „Wir haben unsere harte Kernkapitalquote in den vergangenen Jahren konsequent gestärkt und damit die Grundlage für organisches Wachstum und Zukäufe wie jüngst in Rumänien geschaffen. Außerdem planen wir ein Angebot für die Addiko Bank AG abzugeben.“
Letzte Hauptversammlung
Erwin Hameseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats, nahm die letzte Hauptversammlung mit CEO Johann Strobl zum Anlass, ihm für seine langjährige Tätigkeit zu danken. Er betonte, Strobl habe es verstanden, in herausfordernden Zeiten nicht nur die Stabilität zu bewahren, sondern auch die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. „Johann Strobl übergibt ein Unternehmen, das auf einem soliden Fundament steht, auf dem weiter aufgebaut werden kann“, so Erwin Hameseder.
Die RBI will sämtliche ausgegebenen und ausstehenden Aktien der Wiener Addiko Bank AG (Addiko), die nicht von Addiko selbst gehalten werden, übernehmen. Die Bank beabsichtigt, einen Barpreis von 23,05 € je Addiko-Aktie (cum Dividende 2025) zu bieten, entsprechend dem volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der Sechs-Monats-Periode, die am 7. April 2026 endete.
Schmackhaftes Angebot
Der Angebotspreis liegt laut einem von der RBI eingeholten externen Bewertungsgutachten von Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. rund 20% über dem in diesem Gutachten ermittelten Wert des Eigenkapitals.
Außerdem will die RBI die Addiko Bank a.d. Beograd (Serbien), die Addiko Bank d.d. Sarajevo und die Addiko Bank d.d. Banja Luka (beide Bosnien und Herzegowina) sowie die Addiko Bank A.D. Podgorica (Montenegro) von der Alta Group d.o.o. (Serbien), einer Aktionärin der Addiko, übernehmen. (rk)
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