UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex im Juli
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FINANCENET Redaktion 30.07.2026

UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex im Juli

Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex stieg im Juli auf 51,5 Punkte und signalisiert ein verhaltenes Wachstum der heimischen Industrie.

WIEN. Der von der UniCredit Bank Austria ermittelte EinkaufsManagerIndex stieg im Juli um 0,6 Punkte auf 51,5 Zähler. Damit liegt der Indikator weiterhin über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Haupttreiber für das leicht erhöhte Expansionstempo war eine deutliche Steigerung der Produktionsleistung.

„Die österreichische Industrie ist positiv ins dritte Quartal gestartet. Der Erholungstrend, der trotz des Kriegs am Golf bislang Bestand hatte, gewann zuletzt sogar etwas an Stärke“, sagt Stefan Bruckbauer, Chefökonom der UniCredit Bank Austria. „Die neuerliche Eskalation in der Region mit Belastungen für die Energie- und Rohstoffmärkte könnte die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten allerdings wieder stärker herausfordern.“

Der Produktionsindex kletterte im Juli auf 53,0 Punkte, was den stärksten Zuwachs seit Mai 2022 darstellt. Demgegenüber steht ein anhaltender Rückgang der Auftragseingänge: Der Index für Neuaufträge sank auf 47,7 Punkte, getrieben von schwächeren Exportaufträgen (45,7 Punkte). Zur Absicherung gegen mögliche Lieferengpässe bauten die Betriebe ihre Vormateriallager weiter aus (51,8 Punkte), während die Fertigwarenlager abgebaut wurden (47,6 Punkte).

„Trotz der rückläufigen Auftragseingänge wurde im Juli die Produktion so stark gesteigert wie seit Mai 2022 nicht mehr“, erklärt UniCredit Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl. „Die Betriebe haben seit Beginn des Kriegs im Iran ihre Produktion zunehmend von der aktuellen Nachfrage entkoppelt. Stattdessen standen die Abarbeitung von Auftragsrückständen sowie die Sicherstellung der Lieferfähigkeit im Fokus.“

Der Stellenabbau setzte sich weiter fort, verlangsamte sich jedoch leicht (Beschäftigungsindex bei 47,4 Punkten). Der Preisdruck schwächte sich ab: Der Index für die Einkaufspreise sank auf 68,3 Punkte, der für Verkaufspreise auf 56,2 Punkte. Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate stiegen mit einem Indikatorwert von 57,9 Punkten auf den höchsten Stand seit Februar.

Website: bankaustria.at

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