Zinsen ziehen nordwärts
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FINANCENET Redaktion 18.09.2026

Zinsen ziehen nordwärts

Die Inflationsrisiken ausgelöst vom Nahostkonflikt halten die Zinsen hoch, meldet Gerhard Walek vom Erste Group Research.

WIEN. Der anhaltende Nahostkonflikt und die daraus resultierenden Verwerfungen auf den Energiemärkten treiben die Inflationserwartungen und halten den Aufwärtsdruck auf Anleiherenditen hoch.
In der Eurozone sorgten die gestiegenen Inflationsrisiken und die robuste Entwicklung der wirtschaftlichen Nachfrage für eine weitere Zinserhöhung der EZB auf 2,5% vor einer Woche. Auch in den USA bleibt der Inflationsdruck, insbesondere im Dienstleistungssektor, zu hoch.

Renditeniveaus steigen
An den Anleihemärkten hat dies bereits zu einer deutlichen Verschiebung der Renditeniveaus nach oben geführt.
„Kurzfristig sehen wir kaum Potenzial für eine nachhaltige Erholung der Rentenmärkte, da weder ein deutlicher Rückgang der Energiepreise, noch eine spürbare Abschwächung der Konjunktur absehbar sind“, so Gerhard Walek von der Erste Group.
Neben den kurzfristigen Inflationsrisiken prägen strukturelle Investitionszyklen zunehmend die Entwicklung der Anleihemärkte. Der weltweite Ausbau von KI-Infrastruktur löst vor allem in den USA einen außergewöhnlichen Investitionsboom aus und treibt die Emission von Unternehmensanleihen. (rk)

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