Eigenverantwortung  wird hoch eingeschätzt
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HEALTH ECONOMY Redaktion 14.09.2026

Eigenverantwortung wird hoch eingeschätzt

Eine neue Analyse bestätigt den Trend zu Privatmedizin und Consumer Health Care. Österreich liegt im EU-Spitzenfeld.

•• Von Sabine Stehrer

WIEN. Je 500 bis 2000 18- bis 99-Jährige in 20 europäischen Ländern lässt der international tätige Pharmakonzern Stada mit Hauptsitz im deutschen Bad Vilbel jedes Jahr für den sogenannten Stada Health Report zu Gesundheitsthemen befragen. Zuletzt befragte man insgesamt rund 20.000 Menschen, darunter auch 500 Österreicher.

Aus deren Antworten sticht hervor, dass sich hierzulande vergleichsweise sehr viele (71%), selbst für ihre Gesundheitsbildung und auch ihren Gesundheitszustand zuständig fühlen, während das im Länderdurchschnitt nur 43% tun. Hoch ist auch der Prozentsatz jener Österreicher, die denken, die eigene Gesundheit im Griff zu haben. Dieser liegt bei 84%, nur im United Kingdom und in Usbekistan ist dieser Anteil mit 89% und 85% höher.

Für persönlichen Arztkontakt
Mit 87% bevorzugen auch viele den persönlichen Kontakt mit ihren Hausärzten gegenüber einem virtuellen Gespräch, im Schnitt liegt dieser Anteil bei 79%. Auch ansonsten ist der Wunsch nach persönlicher Betreuung ausgeprägter als anderswo: 77% versus 59% im Länderschnitt wünschen sich etwa bei psychischen Problemen eine persönliche Betreuung.

Wenig Vertrauen in KI
Die Hälfte der befragten Österreicher (50%), statt wie im Schnitt nur 41% würden auch einer Diagnose, die von der Künstlichen Intelligenz (KI) erstellt wurde, nie so sehr vertrauen wie Ärzten oder Apothekern. 42% gaben außerdem an, dass Gesundheitsfachkräfte durch die KI als Ansprechpartner wichtiger geworden sind, im Länderschnitt taten das lediglich 30%. Weiters zeigt der Report, dass 67% der Befragten mit dem Gesundheitssystem zufrieden sind. 52% stören lange Wartezeiten auf die medizinische Versorgung. Sie würden, wenn sie das könnten, die Wartezeiten verkürzen. Vergleichsweise viele, 60%, nehmen zumindest einige Vorsorgeuntersuchungen wahr.

Für mehr Tests in Apotheken
Der hohe Anteil der Vorsorgewilligen veranlasste die Österreichische Apothekerkammer (ÖAK) in Reaktion auf die Veröffentlichung des Health Reports mehr Test-, Screening-, und Beratungsmöglichkeiten in den Apotheken zu fordern.

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