••• Von Sabine Stehrer
WIEN. Rund 480.000 medizinisch versorgte Patienten, davon zirka 360.000 ambulant und 120.300 stationär: Das sind die patientenbezogenen Leistungskennzahlen der sieben Wiener Ordensspitäler aus 2025. „Damit haben wir im Vorjahr etwa drei von zehn Patienten stationär versorgt, die in Wiener Spitälern versorgt wurden“, sagte dazu bei der Präsentation der Zahlen der Sprecher der Ordensspitäler Heinrich Resch. Schon diese Zahl würde zeigen, dass die Ordensspitäler „ein unverzichtbarer Bestandteil der städtischen Gesundheitsversorgung“ seien. Dies würden aber auch noch weitere Zahlen dokumentieren, wie jene der Operationen, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurden: Das waren 59.000. Ein weiteres Beispiel sind die Akut-Rettungszufahrten: Davon wurden 11.600 gezählt.
Weil die Zahlen der stationären Behandlungen leicht gesunken und die der ambulanten Versorgungen um etwa zehn Prozent gestiegen sind, habe man den stationären Bereich geschrumpft und den ambulanten aufgestockt, erklärte der Geschäftsführer der Wiener Vinzenz Kliniken GmbH David Pötz. Außerdem sei in den vergangenen Jahren nach chirurgischen Eingriffen die stationäre Aufenthaltsdauer von durchschnittlich sieben auf vier Tage gesenkt worden. Die Maßnahmen wären im Wesentlichen durch medizinische Fortschritte möglich geworden, wie etwa den vermehrten Einsatz der Roboterchirurgie. Einsparungen seien durch die Veränderungen aber nicht erzielt worden. Die Reduktion der stationären Behandlungen und Aufenthalte sowie die Verkürzung der Aufenthaltsdauer hätten nur als Kostenbremse gedient.
174 Millionen Euro Förderung
2025 erhielten die Wiener Ordensspitäler mit insgesamt rund 5.500 Beschäftigten von der Stadt Wien eine Förderung in der Höhe von 160 Mio. €. Für 2026 wurde eine Förderung von 174 Mio. € genehmigt. Die Beschlüsse dafür fielen einstimmig, was Resch, Pötz, Günter Pacher, der kaufmännische Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, und Martin Steiner, Geschäftsführer des Franziskus Spitals, die ebenfalls bei der Präsentation dabei waren, unisono schätzten.
