Erst mal zu Dr. KI
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Nach der Befragung der KI zu gesundheitlichen Problemen geht die Mehrheit der Österreicher dann doch noch zum Arzt.
HEALTH ECONOMY Redaktion 12.10.2026

Erst mal zu Dr. KI

Die KI ist vor allem für Jüngere die erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen, zeigt eine neue Studie.

•• Von Sabine Stehrer

WIEN. 1.000 Österreicher im Alter von 16 bis 70 Jahren ließ die Wiener Städtische Versicherung AG für ihre Gesundheitsstudie 2026 zu Gesundheitsthemen befragen. Dies im Juli und August, online und durch das Gallup-Institut. Gefragt wurde unter anderem danach, ob im Zusammenhang mit gesundheitlichen Themen schon einmal die KI genutzt wurde. 59% der Studienteilnehmer bejahten die Frage, 40% davon empfanden die Informationen von Dr. KI als hilfreich. „Ki wird für viele Menschen zunehmend zur ersten Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen“, bilanziert Manuel Schalk, Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen AG. Dies vor allem für Jüngere bis 35 Jahre. Sie sind es auch, die eher das umsetzen, wozu die KI rät. Dennoch haben über 80% mehr Vertrauen in Informationen von Ärzten. 70% gingen wohl daher nach der Konsultation der KI doch noch zum Arzt.

Weiters wurden die Teilnehmer gefragt, wie zufrieden sie mit dem Gesundheitssystem sind. Das Ergebnis ist durchwachsen: 47% waren mit dem System „(sehr) zufrieden“. Etwa jeder Fünfte war „unzufrieden“. Kritisiert wurde vor allem die kassenärztliche Versorgung: 55% meinten, dass es zu wenige Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag gibt. 71% fanden, dass es an Kassen-Fachärzten mangelt. Etwa ein Drittel gab an, schon länger als zwei Monate auf einen Kassen-Facharzt-Termin gewartet zu haben. Dementsprechend nannten auch 60% als Grund, warum man eine private Krankenversicherung abschließen sollte, die langen Wartezeiten auf Termine bei Kassenärzten.

Ambulanzgebühr vorstellbar
Auch die Einstellung zu einer Wiedereinführung einer Ambulanzgebühr für nicht dringende Besuche im Krankenhaus wurde abgefragt. Unter den Über-55-Jährigen konnten sich zwei Drittel vorstellen, eine Gebühr zu bezahlen. Die meisten nannten 20 € als akzeptable Summe. 42% waren dagegen.
Schließlich wurde noch nach dem Gesundheitszustand gefragt. Der körperliche Zustand war bei 61% „(sehr) gut“, bei neun Prozent „(sehr) schlecht“. Mental fühlten sich 62% „(sehr) gut“, neun Prozent „(sehr) schlecht“.

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