Ja zu Zuckersteuer
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Vor allem zucker­haltige Softdrinks stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, wenn es um die Zuckersteuer geht.
HEALTH ECONOMY Redaktion 05.10.2026

Ja zu Zuckersteuer

Rund 63 Prozent der Österreicher sprechen sich für eine Zuckersteuer aus. Es gibt aber Sorge wegen der Preise.


••• Von Evelyn Holley-Spiess

WIEN. Ja, aber: So lassen sich die Antworten der jüngsten Umfrage zur Idee einer Zuckersteuer zusammenfassen. Demnach würden rund 63% der Österreicher eine höhere Besteuerung stark zuckerhaltiger Lebensmittel und Getränke befürworten. Gleichzeitig befürchten aber 47%, dass Produkte dadurch noch teurer werden, 43% gehen davon aus, dass Hersteller die zusätzlichen Kosten an die Konsumenten überwälzen.

Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Erhebung des digital Research Instituts Marketagent. Geschäftsführer Thomas Schwabl fasst zusammen: „Die Ergebnisse zeigen ein durchaus ambivalentes Bild.“ Entscheidend für die Akzeptanz einer derartigen Steuer wäre daher, „wie eine solche Abgabe ­konkret ausgestaltet wird, welche Produkte tatsächlich betroffen sind und wofür die zusätzlichen Einnahmen verwendet werden“.

Andere Steuern senken
Zu Letzterem hat die Bevölkerung konkrete Vorstellungen: Die zusätzlichen Einnahmen sollten nach Ansicht von 42% für eine allgemeine Entlastung beziehungsweise zur Senkung anderer Steuern und Abgaben verwendet werden. Rund 40% plädieren dafür, das Geld in Gesundheitsvorsorge und Prävention zu investieren. Ein Drittel würde die Einnahmen für gesünderes Essen in Schulen und Kindergärten einsetzen.

Zucker im Visier
Was die Produktpalette angeht, so müssten nach Ansicht der Österreicher vor allem zuckerhaltige Limonaden sowie Energydrinks einbezogen werden. Dieser Ansatz ist nicht neu: Margit Schratzenstaller, Steuerexpertin am Wifo, hatte im Zuge der letzten Budgetdebatte eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke als mögliche Maßnahme genannt und deren gesundheitlichen sowie fiskalischen Nutzen beschrieben. Das Volumen einer Zuckersteuer in Österreich wurde damals mit insgesamt rund 50 Mio. € pro Jahr beziffert.
In Deutschland wird derzeit wieder einmal über die Einführung einer Zuckersteuer diskutiert. Im Vereinigten Königreich ist man schon weiter: Hier wird die bereits vorhandene Zuckerabgabe auf Softdrinks ab 2028 sogar noch verschärft.

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