Weniger Unfälle
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Das falsche Bedienen von Werkzeug oder Maschinen zählt hierzulande zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle.
HEALTH ECONOMY Redaktion 29.05.2026

Weniger Unfälle

Die Zahl der Arbeitsunfälle sank laut AUVA leicht, es gibt aber neue Bedrohungsszenarien für die Arbeitnehmer.

••• Von Sabine Stehrer

WIEN. Der Klimawandel und die damit einhergehenden Extremwetterereignisse, vor allem die Hitzeperioden, zählen laut der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) zu den neuen Bedrohungsszenarien, die zunehmend zur physischen Belastung für Arbeitnehmer werden. Auch Gewalt, und zwar körperlicher wie psychischer in Form von verbalen Übergriffen und sexueller Belästigung, begegne man immer öfter in den Belegschaften der heimischen Betriebe, bilanzierte die AUVA kürzlich. „Mit Beratungen und Aufklärungsinitiativen“ wolle man dem beikommen.

Als Erfolg wertete man, dass die Zahl der Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr leicht sank, und zwar um 2,4% auf 128.878. Die Baubranche habe einen „dramatischen Befund“ geliefert: Neun von 14 tödlichen Absturzunfällen ereigneten sich am Bau. „Dies ist nicht nur mit unermesslichem Leid und Folgekosten für das Sozialsystem verbunden, sondern auch ein massiver wirtschaftlicher Faktor, denn jeder Absturz kostet ein Bauunternehmen durchschnittlich 15.000 €  für Entgeltfortzahlung, Ersatzarbeitskräfte und Stillstandszeiten“, teilte die AUVA mit. Zu den besonders häufigen Ursachen für Arbeitsunfälle zählen neben Stürzen auch Stolpern und Ausrutschen, das falsche Bedienen von Werkzeug oder Maschinen, falsches Heben oder Tragen, das Missachten von Sicherheitsvorschriften, Nachlässigkeit durch Routine genauso wie Fehler wegen mangelnder Erfahrung.

Auch, was die weitaus häufigste Berufskrankheit anbelangt, steht der AUVA zufolge nach den Pandemiejahren die klassische Industrie wieder im Fokus. Bei dieser Krankheit handelt es sich um die durch Lärm am Arbeitsplatz ausgelöste Schwerhörigkeit. Die 814 anerkannten Fälle machen fast zwei Drittel (62,3%) aller Berufskrankheiten aus. Weitere häufige Berufskrankheiten sind Infektionskrankheiten, Erkrankungen der Atemwege und der Lunge sowie verschiedene Hauterkrankungen, meist ausgelöst durch den Kontakt mit chemischen Substanzen. Hinzu kommen noch Muskel- und Skeletterkrankungen bedingt durch jahrlange starke körperliche Belastung oder neurologische und gefäßbedingte Schäden.

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