WIEN. Jeder sechste Berufstätige in Österreich (17%) nutzt KI heimlich im Job – ohne Wissen des Arbeitgebers. Dieses Phänomen der „Schatten-KI“ beschreibt die unerlaubte Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Nur ein Viertel (23%) setzt ausschließlich auf genehmigte KI-Assistenten. Gleichzeitig verzichten 42% komplett auf KI, vor allem aufgrund fehlender Richtlinien oder Misstrauens in die Ergebnisse. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Tieto Austria und TQS Research & Consulting.
„Der KI-Einsatz im Job schreitet schneller voran, als Arbeitgeber mithalten können. Beschäftigte wollen ihre gewohnte private KI-Nutzung auch beruflich einsetzen, um produktiver zu arbeiten. Doch bei den technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen hinken heimische Unternehmen hinterher“, sagt Robert Kaup, Geschäftsführer des Tech-Consulting-Dienstleisters Tieto Austria.
Augen zu und durch?
Und wie reagieren Arbeitgeber auf das Phänomen „Schatten-KI“? Während die Mehrheit (62%) auf Prävention durch klare Richtlinien und genehmigte KI-Tools setzt, akzeptiert jeder fünfte Arbeitgeber (19%) bewusst ein Restrisiko und lässt „Schatten-KI“ zu. Nur 46% kontrollieren durch technische Maßnahmen, ob Mitarbeitende unerlaubte KI-Tools nutzen. „KI-Assistenten sind in Österreichs Betrieben angekommen – aber oft durch die Hintertür. Das ist ein Warnsignal. Beschäftigte brauchen klare Richtlinien, genehmigte KI-Tools und gezielten Kompetenzaufbau. Nur so wird KI zum Produktivitätsfaktor statt zum unkontrollierten Risiko“, resümiert Kaup. (hk)
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