WIEN. Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert und modernisiert ihre Wagenflotte für den Transport von Leichtmetallschrott und Scherenschrott. Deshalb werden insgesamt 500 Güterwagen der Gattung Eanos-y vom Vermieter MFD Rail angemietet. Die Wagen werden seit Jahresbeginn 2026 laufend geliefert und sollen bis Mitte 2027 vollständig im Einsatz sein. Mit Ende Juli 2026 sind bereits 110 dieser neuen Wagen auf Schiene.
Höheres Ladevolumen
Die Güterwagen wurden von der RCG und MFD Rail speziell für die Anforderungen von Leichtmetall- und Scherenschrott-Transporten entwickelt. Die Wagen haben ein größeres Ladevolumen und zeichnen sich durch eine besonders robuste Konstruktion zur Reduktion von Beschädigungen aus. Dazu wurden zahlreiche Optimierungen an Wagenkasten, Türen und Anbauteilen umgesetzt und größtenteils hochfeste Stähle eingesetzt. Mit rund 95 m³ Ladevolumen bieten die Wagen gegenüber marktüblichen Modellen ein um rund 15% höheres Fassungsvermögen. Gerade bei leichtem, losem Schrott lässt sich dadurch die zulässige Zuladung von rund 65 Tonnen deutlich besser ausnutzen. Kunden der RCG profitieren so von einer besseren Auslastung ihrer Ladekapazitäten und einer höheren Verfügbarkeit der Wagen. Alle Wagen sind mit Telematik (z.B. GPS) ausgestattet. Dadurch können sie punktgenau geortet werden, was einerseits die Disposition der Wagen und andererseits die proaktive (mobile) Instandhaltung erleichtert Wolfram Bahle, CSO von MFD Rail, betont: „Der Eanos-y zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten: Gemeinsam mit der ÖBB Rail Cargo Group haben wir einen Wagen entwickelt, der optimal auf die Transportanforderungen des Leichtmetallschrotts abgestimmt ist.“
Langfristige Flottenstrategie
Die Anmietung der Eanos-y-Wagen ist Teil der langfristigen Flotten- und Portfoliostrategie der ÖBB Rail Cargo Group. Älteres, instandhaltungsintensiveres Wagenmaterial wird schrittweise durch die neuen, leistungsfähigeren Eanos-y-Wagen ersetzt bzw. ergänzt. Bettina Castillo, Vorständin der RCG, erklärt: „Die Anmietung dieser 500 neuen Wagen trägt zur gezielten Modernisierung unserer Wagenflotte bei. Das höhere Ladevolumen und die robustere Bauweise steigern die Transporteffizienz. Das ist ein wichtiger Baustein unserer langfristigen Flottenstrategie, mit der wir Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit unserer Flotte für künftige Marktanforderungen weiterentwickeln.“
Wer profitieren wird
Von den neuen Wagen für die ÖBB Rail Cargo Group profitieren vor allem Kunden aus der Stahl- und Recyclingwirtschaft – darunter Schrottverarbeiter, Betriebe der Kreislaufwirtschaft sowie die europäische Stahlindustrie. Treiber dafür sind vor allem die Transformation der europäischen Stahlindustrie hin zu einer CO₂-reduzierten Stahlproduktion („Green Steel") sowie regulatorische Entwicklungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Die neuen Wagen kommen für Schrotttransporte der österreichischen und europäischen Stahl- und Recyclingindustrie zum Einsatz. Dank ihres Ladeprofils G1 sowie ihrer uneingeschränkten Rangierfähigkeit sind die Güterwagen europaweit im Normalspurnetz einsetzbar.
Österreichs Kaufkraft stagniert real
Österreich verzeichnete zwischen 2020 und 2025 zwar einen nominellen Kaufkraftzuwachs von rund 25%, real blieb davon jedoch nichts übrig. Laut einer aktuellen Analyse von RegioData