Austria Center Vienna mit Rekordjahr 2025
© ACV.at/Ludwig Schedl
Susanne Baumann-Söllner (Austria Center Vienna): „Wir sind sehr stolz auf dieses außergewöhnliche Ergebnis.“
MARKETING & MEDIA Redaktion 01.06.2026

Austria Center Vienna mit Rekordjahr 2025

Das ACV verzeichnete 2025 ein starkes Geschäftsjahr mit 78 Veranstaltungen und rund 190.000 Teilnehmern. Laut einer aktuellen Studie von EcoAustria habe der Betrieb des Kongresszentrums eine BIP-Wirkung von 445 Mio. Euro für Österreich erzielt.

WIEN. Das Austria Center Vienna (ACV) hat 2025 mit 78 Veranstaltungen und rund 190.000 Teilnehmern ein Rekordjahr verzeichnet. Die Umsatzerlöse aus Veranstaltungen inklusive Partnerprovisionen stiegen auf 25,9 Mio. Euro und lagen damit um rund 68 Prozent über dem Vorjahreswert von 15,4 Mio. Euro. Nach Abschluss der Modernisierung der Veranstaltungsebene im Jahr 2024 stand das Haus erstmals wieder mit voller Kapazität zur Verfügung.

„Wir sind sehr stolz auf dieses außergewöhnliche Ergebnis“, erklärt Susanne Baumann-Söllner, Vorständin für Kongressmanagement und Sprecherin des Vorstands des Austria Center Vienna. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll: Durch die Modernisierung spielen wir international in der absoluten Top-Liga. Dass mittlerweile jeder dritte internationale Kongressgast in Wien unser Haus besucht, beweist, dass wir mit unserer modernen, digitalisierten Infrastruktur und unserem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit genau den Nerv der weltweiten Veranstalter treffen. Absolute Premium-Qualität und ökologische Verantwortung gehen bei uns Hand in Hand.“

Volle Auslastung nach Modernisierung
Nach Angaben des Unternehmens bildeten ein vollständig digitalisiertes Gebäudemanagementsystem sowie neue Veranstaltungstechnik die Grundlage für effizientere Abläufe und ein erweitertes Angebot. Michael Rotter, Vorstand für Gebäude- und Liegenschaftsverwaltung des Austria Center Vienna, verweist auf die Wirkung der Investitionen: „Die Modernisierung war kein Selbstzweck, sondern eine gezielte Investition in Betriebseffizienz und Energieleistung. 2025 konnten wir diese Investition erstmals in vollem Umfang nutzen."

Das Veranstaltungsprogramm umfasste sowohl internationale wissenschaftliche Kongresse als auch Veranstaltungen im Unternehmensbereich. Zu den großen Kongressen zählten unter anderem der European Congress of Radiology, die General Assembly der European Geosciences Union, das ESA Living Planet Symposium sowie der ERA-Kongress. Im Corporate-Bereich fanden unter anderem Veranstaltungen von PwC und die HPE Tech Jam statt.

Wirtschaftliche Effekte für Österreich
Eine im April 2026 veröffentlichte Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria beziffert die BIP-Wirkung des ACV auf 445 Mio. Euro. Laut Studie wurden dadurch 398 Mio. Euro Bruttowertschöpfung im Inland erzielt, 3.950 Vollzeit-Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen sowie 180 Mio. Euro an Steuern und Abgaben generiert.

Besonders profitiert habe die Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Auf Beherbergung und Gastronomie entfielen laut Untersuchung 21,8 Prozent der gesamten Wertschöpfungswirkung. Weitere Effekte seien im Handel, bei wirtschaftlichen Dienstleistungen und in der Kreativwirtschaft angefallen.

„Die Zahlen der EcoAustria-Studie untermauern, was sich in der täglichen Praxis zeigt: Das Austria Center Vienna ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und setzt wesentliche Wertschöpfungsimpulse für ganz Österreich. Jeder Euro, der in unser Haus fließt, wirkt mehrfach in den heimischen Betrieben zurück – von der Hotellerie und Gastronomie über den Handel bis hin zu wissenschaftlichen Netzwerken“, erklärt Baumann-Söllner.

Nachhaltige Veranstaltungen im Fokus
Das Austria Center Vienna positioniert sich seit 2014 als zertifiziertes Green Conference Centre. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 20 Veranstaltungen als Green Meeting oder Green Event zertifiziert. Zudem speist das Unternehmen seit 2021 Abwärme aus seiner Kälteanlage in das Wiener Fernwärmenetz ein.

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Add-on, sondern fest in unserem Infrastrukturmanagement verankert – und eine langfristige strategische Entscheidung. Mit der neuen Photovoltaikanlage und Lösungen wie der Abwärmerückgewinnung schaffen wir die technische Basis, um unseren Energieverbrauch systematisch zu senken und damit sowohl unsere Umweltbilanz als auch unsere Wettbewerbsfähigkeit als Veranstaltungsstandort zu stärken", unterstreicht Rotter. (red)

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