Bank Austria: Konjunkturstimmung verbessert sich zum Start der zweiten Jahreshälfte
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„Die deutliche Stimmungsaufhellung gegenüber dem Vormonat erfasste alle Wirtschaftssektoren“, so Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.
MARKETING & MEDIA Redaktion 17.08.2026

Bank Austria: Konjunkturstimmung verbessert sich zum Start der zweiten Jahreshälfte

Der Bank Austria Konjunkturindikator steigt im Juli auf minus 0,8 Punkte. Für 2026 erwarten die Ökonomen weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent.

WIEN. Die Stimmung in der österreichischen Wirtschaft hat sich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte verbessert. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator stieg im Juli auf minus 0,8 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn des Irankonflikts. Die Aufhellung erfasste alle Wirtschaftssektoren, besonders deutlich fiel sie in der Industrie aus. Insgesamt überwiegt laut Bank Austria jedoch weiterhin der Pessimismus.

„Die deutliche Stimmungsaufhellung gegenüber dem Vormonat erfasste alle Wirtschaftssektoren. Besonders stark fiel die Verbesserung in der Industrie aus, aber auch der Dienstleistungssektor zeigte eine merkliche Erholung“, erklärt Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Moderate Erholung erwartet
Nach der Stagnation im zweiten Quartal gehen die Ökonomen für die zweite Jahreshälfte von einer schrittweisen Erholung aus. Investitionen und privater Konsum sollen diese Entwicklung stützen, während geopolitische Unsicherheiten, Lieferkettenprobleme und höhere Energiekosten weiterhin belasten.

Für das Gesamtjahr 2026 hält die Bank Austria an ihrer Wachstumsprognose von 0,8 Prozent fest. 2027 soll sich das BIP-Wachstum auf 1,2 Prozent beschleunigen.

Arbeitslosigkeit steigt leicht
Die Arbeitslosenquote dürfte 2026 im Jahresdurchschnitt auf 7,5 Prozent steigen. Für 2027 wird mit einer leichten Entspannung auf 7,4 Prozent gerechnet. Die Beschäftigung soll in beiden Jahren um jeweils 0,4 Prozent zulegen.

Bei der Inflation erwartet die Bank Austria für 2026 weiterhin 3,2 Prozent und für 2027 einen Rückgang auf 2,5 Prozent. Im Juli sank die Teuerungsrate nach vorläufigen Schätzungen auf 2,7 Prozent. Für September rechnen die Ökonomen zudem mit einer weiteren Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank um 25 Basispunkte. (red)

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