EF: Sprachenlernen auch im KI-Zeitalter unverzichtbar
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Das Lernen von Fremdsprachen sei weiterhin trotz KI wichtig für die Entwicklung interkultureller Kompetenz, Empathie und Selbstständigkeit, so EF.
MARKETING & MEDIA Redaktion 12.01.2026

EF: Sprachenlernen auch im KI-Zeitalter unverzichtbar

EF Sprachreisen betont Bedeutung von Fremdsprachen trotz zunehmender KI-Nutzung.

WIEN. Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Art der Kommunikation, ersetzt diese jedoch nicht. Laut EF Sprachreisen gewinnen Sprachkompetenzen im digitalen Zeitalter weiter an Bedeutung und gelten als zentrale Zukunftsfähigkeit, insbesondere im Zusammenspiel mit KI-basierten Anwendungen.

Wie stark KI bereits im Alltag verankert ist, zeige die AI Readiness Studie 2025 des Handelsverbands und von Google Austria. Demnach nutzen 95 Prozent der Generation Z in Österreich KI-Dienste, während 68 Prozent der heimischen Unternehmen KI aktiv einsetzen. Ein Großteil der Anwendungen betreffe Sprache: Unternehmen verwenden KI unter anderem zur Texterstellung, für Übersetzungen und als Suchinstrument.

Trotz leistungsfähiger Übersetzungssysteme bleibe laut EF Sprachreisen die Relevanz von Fremdsprachen ungebrochen. KI übertrage vor allem sprachliche Strukturen, nicht jedoch kulturelle, emotionale oder situative Bedeutungen. Fremdsprachenkenntnisse ermöglichten ein tieferes Verständnis gesellschaftlicher Normen, Denkweisen und kultureller Kontexte.

Lernen durch kulturelles Eintauchen
Internationale Bildungsprogramme wie Sprachreisen setzen laut EF auf einen immersiven Ansatz. Teilnehmende leben dabei in Gastländern, etwa in Privatunterkünften oder Wohnheimen, und lernen Sprache im Alltag und im sozialen Umfeld. Dieser Zugang fördere neben sprachlicher Sicherheit auch interkulturelle Kompetenz, Empathie und Selbstständigkeit.
Lena Buchegger, Sprecherin von EF Österreich, erklärte, KI könne beim Üben unterstützen, ersetze jedoch keine persönlichen Begegnungen, kulturellen Nuancen und Erfahrungen vor Ort. Sprachreisen ermöglichten es, Sprache im realen Kontext zu erleben und anzuwenden.

Kognitive Effekte von Mehrsprachigkeit
Über kommunikative Aspekte hinaus habe Fremdsprachenlernen laut einer europäischen Studie mit mehr als 86.000 Teilnehmenden aus 27 Ländern auch positive Auswirkungen auf kognitive Prozesse. Die im Fachjournal Nature Aging veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass Mehrsprachigkeit mit einem verlangsamten kognitiven Alterungsprozess verbunden sei, während Einsprachigkeit ein erhöhtes Risiko aufweise. Diese Effekte blieben auch unter Berücksichtigung sozialer, gesundheitlicher und bildungsbezogener Faktoren bestehen.

Bedeutung für den Umgang mit KI
Die Ergebnisse verdeutlichten laut EF Sprachreisen, dass Fremdsprachenlernen nicht nur kulturelle und kommunikative Vorteile biete, sondern auch zur langfristigen geistigen Gesundheit beitragen könne. Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Perspektivenwechsel und kognitive Flexibilität ließen sich nicht automatisieren und stärkten den Menschen auch im Umgang mit KI.

(red)

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