WIEN. Der Radiosender Rock Antenne lud vergangene Woche zu einem exklusiven Medienabend um seine Positionierung als Gemeinschaftsmarke zu präsentieren und Einblicke in seine Zukunft zu geben. Geschäftsführerin Niki Fuchs erläuterte wie der Sender vom klassischen Radiokanal zur sogenannten Lovebrand geworden ist, getragen von einer aktiven Community, digitalen Angeboten und dem Anspruch, mehr zu sein als Musikrotation, wie sie betonte: „Wir verstehen uns nicht als Playlist, sondern als Lebensgefühl.“
Community gestaltet Marke
Seit dem Markteintritt habe der Sender seine Wochenreichweite von 212.000 auf 508.000 Hörerinnen und Hörer gesteigert, die tägliche Reichweite wuchs im selben Zeitraum von 53.000 auf 143.000 (Quelle: Radiotest 2022/4 bis 2025/4). Für Fuchs sei dieses Wachstum das Ergebnis eines klaren Community-Fokus. Die Rock-Community werde nicht als Zielgruppe verstanden, sondern als aktiver Teil der Marke. „Gemeinsam geht nur miteinander. Unsere Hörerinnen und Hörer gestalten die Marke mit. Genau daraus entsteht jene emotionale Bindung, die moderne Medienmarken heute brauchen“, so Fuchs.
Rock ist Mainstream
Und man verwies auch auf einen kulturellen Wandel: Rockmusik sei kein Nischenphänomen mehr, sondern im Mainstream verankert – sichtbar in Alltagskultur und Lebensstilen. Rock Antenne Österreich positioniert sich als Plattform für Menschen, die Authentizität, Gemeinschaft und echte Erlebnisse suchen. Gerade im Spannungsfeld wachsender, algorithmisch generierter Inhalte – täglich erscheinen tausende KI-Songs auf Streaming-Plattformen – gewinne das Reale an Bedeutung. Großveranstaltungen wie das Nova Rock Festival mit über 200.000 Besucherinnen und Besuchern würden die Kraft gemeinsamer Live-Erfahrungen unterstreichen. „In einer Zeit, in der Algorithmen immer mehr Inhalte erzeugen, wächst die Sehnsucht nach etwas Echtem. Radio kann genau das liefern: echte Stimmen, echte Emotionen und echte Gemeinschaft“, erklärte Fuchs.
Digital First-Strategie
Strategisch setzt der Sender als Teil eines führenden Rockradio-Netzwerks im deutschsprachigen Raum auf „Digital First“. Ziel sei es, neue Communities zu aktivieren, zusätzliche Werbeimpulse zu schaffen und Menschen über geteilte Interessen zu verbinden. Fuchs ordnet Reichweite dabei als Beziehungskennzahl und nicht bloß als Zahlengröße ein: „Unsere Hörerinnen und Hörer sind nicht bloß Reichweite. Sie sind Teil unserer Marke. Diese Verbundenheit ist einer der wichtigsten Gründe für unser Wachstum der vergangenen Jahre“, so Fuchs. Die Mission gehe über lineares Radio hinaus: Der Sender verstehe sich als moderne Medienmarke, die Leidenschaft für Rock bündelt und in dauerhafte Interaktion übersetzt. Die klare Mission sei demnach: Menschen über ihre Leidenschaft für Rockmusik zu verbinden. (red)
Ö1 Club: 30 Jahre als größte Kulturinitiative
•• Von Dinko Fejzuli Seit 30 Jahren verbindet der Ö1 Club Publikum, Kulturinstitutionen und den Radiosender Ö1. Im Gespräch mit medianet erklären Ö1-Marketingleiter Michael