WIEN. Die Werbebilanz für Juni 2026 zeigt laut Focus eine Erholung auf dem österreichischen Werbemarkt. Der Above-The-Line-Bruttowerbewert stieg um 5,0 % auf 340,6 Mio. Euro. Inklusive Below-The-Line-Aktivitäten belief sich das Gesamtvolumen im Juni auf 472,1 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 5,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Wesentlicher Impulsgeber für diesen Anstieg war die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft.
Die stärksten Zuwächse verzeichnete der Bereich Digital-Out-of-Home (DOOH) mit einem Plus von 31,8 %, gefolgt von Sponsoring (+21,9 %), der allgemeinen Außenwerbung (+18,6 %) und Kino (+17,6 %). Im TV-Sektor, der mit 104,4 Mio. Euro das zweitstärkste Segment bildete (+4,7 %), profitierte insbesondere der ORF mit einem Plus von 14,7 %, während private TV-Anbieter bei +1,2 % lagen. Die Presse verteidigte mit 136,0 Mio. Euro (+1,2 %) ihre Führungsposition als umsatzstärkste Medienklasse. Der Hörfunk verzeichnete ein Gesamtplus von 10,8 %. Rückläufig entwickelte sich hingegen der Bereich Direct Marketing Total mit -14,8 %, während Fachzeitschriften ein Minus von 10,4 % hinnehmen mussten.
Auf Branchenebene zeigten sich Dienstleistungen (+24,8 %), Medien (+16,4 %) sowie Handel und Versand (+8,0 %) als prägende Treiber. Innerhalb der Produktgruppen investierten vor allem Unternehmen aus den Bereichen Wettanbieter, Lebensmittelhandel und Automobil verstärkt in Werbemaßnahmen.
Zu den aktivsten Werbeinvestoren mit Zuwächsen von jeweils über 1.000 % gehörten Unternehmen wie Bet-at-home, Uniqa, REWE Austria Touristik, Verbund, Österreichische Post, Pagro/Libro, Wüstenrot und Austrian Airlines sowie Immunited. Reduziert wurden die Werbeausgaben unter anderem von Beiersdorf (-67,6 %), A1 Telekom (-63,4 %) und Fiat (-62,8 %). (red)