WIEN. Die Gewista spielt künftig gemeinsam mit der Stadt Wien Warnmeldungen automatisiert auf digitalen Werbeflächen im öffentlichen Raum aus. Über eine neue Schnittstelle können Meldungen der städtischen Warn- und Alarmplattform in Echtzeit auf die Gewista-Screens übertragen werden.
Die Stadt Wien verfügt über eine Warn- und Alarmplattform, über die unter anderem Sirenen und AT-Alert ausgelöst werden. Über eine neue Schnittstelle ist es nun auch möglich, diese Meldungen über das konzerneigene JCDecaux-System „Event“ an die City-Lights zu senden. Diese Form der Ausspielung kommt in Wien erstmals zum Einsatz. Die technische Lösung erlaubt es, laufende Werbeschaltungen automatisiert zu unterbrechen und geprüfte Warnmeldungen der Stadt Wien unmittelbar auf den Screens anzuzeigen.
Automatisierte Warnkommunikation
Die Ausspielung erfolgt auf Basis der international standardisierten CAP-Warnmeldungen (Common Alerting Protocol). Das Krisenmanagement der Stadt Wien erstellt die Warnmeldungen auf Grundlage der jeweiligen Gefahrenlage und der Informationen aus den Magistratsabteilungen, prüft sie und gibt sie frei. Die Meldung wird anschließend als XML-Datei an die Gewista-Systeme übermittelt und in das offizielle Layout der Stadt Wien eingefügt.
Der laufende Werbeloop wird dabei automatisch unterbrochen und durch das Sujet der Stadt Wien ersetzt. Die jeweilige Warnmeldung vor drohenden oder sich ausbreitenden Gefahrenlagen wird dabei klar und verständlich dargestellt. Die technische Umsetzung soll eine schnelle, zielgerichtete und flächendeckende Information der Bevölkerung ermöglichen, insbesondere in hochfrequentierten urbanen Bereichen.
Die Implementierung erfolgte in enger Abstimmung mit der Stadt Wien. Insgesamt wurden fünf gemeinsame Testläufe sowie zahlreiche interne Tests durchgeführt, um Stabilität und Zuverlässigkeit sicherzustellen. Zusätzlich finden nun regelmäßig Live-Tests statt.
„Digitale Außenwerbung erreicht Menschen im Alltag unmittelbar und ohne aktive Mediennutzung. Genau darin liegt ein enormes Potenzial für die öffentliche Sicherheit. Mit der Integration in die Warn- und Alarmplattform der Stadt Wien leisten wir einen konkreten Beitrag, um wichtige Warnmeldungen schnell, zuverlässig und breit sichtbar zu machen“, sagt Franz Solta, CEO der Gewista.
Vonseiten der Stadt Wien wird betont, die Verteilung über die Werbeflächen der Gewista biete einen wesentlichen Vorteil für die Verteilung von Warninformationen. „Durch unser System können wir gezielt die Bereiche auswählen, wo die Information ankommen soll. Dadurch ist gewährleistet, dass die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt wird“, so Josef Kneisl vom Krisenmanagement der Stadt Wien.
Österreichweiter Rollout in Vorbereitung
Wien nimmt mit der Umsetzung eine Vorreiterrolle ein. Die Gewista Gruppe befindet sich bereits in Gesprächen zur Ausrollung des Systems in weiteren Bundesländern. Ziel ist eine Implementierung in ganz Österreich bis Ende des Jahres, abhängig von den jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen. (red)