MOUNTAIN VIEW. Die Alphabet-Tochter Google passt auf Druck der EU-Kommission ihre Spam-Richtlinien in Europa an, um eine drohende Wettbewerbsstrafe abzuwenden. Die Änderung traten laut Unternehmensangaben am Sonntag in Kraft und gelten für die 27 EU-Staaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein. Außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums bleibt die Regelung unverändert.
Zuvor hatten sich Verlage über die Google-Richtlinie zu „Site Reputation Abuse“ beschwert, die sie ihrer Auffassung nach bei Suchergebnissen systematisch benachteilige und damit Werbeeinnahmen mindere. Google verzerre damit den Wettbewerb.
Die EU-Kommission hatte daraufhin eine Untersuchung auf Basis des Digital Markets Act (DMA) eingeleitet. Bei Verstößen gegen den DMA drohen Unternehmen theoretisch Strafen von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes. Google hatte die Praxis zuvor verteidigt. (APA)