LINZ. Das JKU-Spin-off Ablatic AI entwickelt mit Talos ein europäisches Large Language Model für den Einsatz in Unternehmen. Im Fokus stehen insbesondere regulierte Branchen wie Banken und Versicherungen sowie Anforderungen an Datensouveränität, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit. Der Marktstart ist für Ende August 2026 vorgesehen.
Ablatic AI wurde 2025 von Florian Zimmermann und Julian Mauerkirchner gegründet und ist am LIT Open Innovation Center der Johannes Kepler Universität Linz angesiedelt.
Europäische Infrastruktur
Für die Entwicklung und Optimierung von Talos arbeitet das Unternehmen mit der AI Factory Austria AI:AT zusammen und nutzt im Rahmen des EuroHPC-Programms europäische Hochleistungsrechenressourcen. Das Sprachmodell wird auf Infrastruktur in Österreich und weiteren europäischen Rechenzentren betrieben. Kundendaten werden laut Ablatic AI nicht für das Training des Modells verwendet.
„Internationale Spitzenforschung entfaltet ihren größten Nutzen, wenn sie den Weg in marktfähige Technologien findet. Ablatic AI zeigt, wie aus dem Zusammenspiel von Universität, europäischer Infrastruktur und unternehmerischer Umsetzung KI-Lösungen mit internationalem Anspruch entstehen können“, sagt Markus Stöhr, Co-Lead der AI Factory Austria AI:AT.
Beta-Test mit mehr als 100 Unternehmen
Talos wurde nach Angaben des Unternehmens bereits in einer Beta-Phase mit mehr als 100 Unternehmen erprobt. Mit dem offiziellen Marktstart Ende August sollen auch technische Details, Benchmarks, Partner und erste Anwendungsbeispiele veröffentlicht werden. (red)