SALZBURG. Eine Studie unter zentraler Beteiligung des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg zeigt, dass künstliche Intelligenz im Alltag von Kindern und Jugendlichen in Österreich kaum mehr wegzudenken ist. Die Untersuchung wurde im Rahmen des Forschungsnetzwerks EU Kids Online durchgeführt.
Anlässlich des Safer Internet Day, der am 10. Februar begangen wird, verweist Sascha Trültzsch-Wijnen vom Fachbereich Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg auf die Bedeutung der Unterstützung junger Menschen beim sicheren Umgang mit digitalen Medien. In Bezug auf künstliche Intelligenz wünschten sich Heranwachsende mehr Unterstützung für eine kritische und reflektierte Nutzung.
Einsatz im schulischen Kontext
Die Ergebnisse zeigen, dass generative künstliche Intelligenz für Kinder und Jugendliche ein selbstverständlicher Bestandteil ihres digitalen Alltags ist. Gemeint sind damit Tools, die neue Inhalte wie Texte oder Bilder erstellen können. Die Nutzung beginne früh und nehme mit dem Alter deutlich zu.
Besonders häufig würden diese Anwendungen im schulischen Kontext eingesetzt, etwa um Texte zusammenzufassen und zu erklären oder um Aufsätze und Geschichten erstellen zu lassen. Seltener komme künstliche Intelligenz im privaten Bereich zum Einsatz, etwa für Freizeitempfehlungen oder Ratschläge zur eigenen körperlichen Gesundheit.
Wunsch nach klaren Regeln
„Wir können mit unserer Untersuchung zeigen, dass Heranwachsende sich vor allem wünschen, mehr über KI zu lernen. Im Unterricht sollte es um richtige, sinnvolle Nutzung gehen“, erklärt Sascha Trültzsch-Wijnen. Statt Verboten würden Kinder und Jugendliche zudem eindeutige Regeln und mehr Transparenz einfordern, so Trültzsch-Wijnen.
Die Untersuchung ist Teil von EU Kids Online, einem Forschungsnetzwerk mit Institutionen aus 33 europäischen Ländern. In Österreich wirken neben Sascha Trültzsch-Wijnen auch Christina Ortner von der Fachhochschule Oberösterreich sowie Christine W. Trültzsch-Wijnen und Anna Eder-Jahn von der Pädagogischen Hochschule Salzburg mit. Weitere Informationen sind auf der Website der Universität Salzburg abrufbar. (red)
