MCÖ: Empathic Web im Fokus
© Ingo Folie
Der Marketing Club Österreich veranstaltete gemeinsam mit der Digitalagentur Virtual Identity eine Business Breaktfast zum Thema „The Empathic Web“.
MARKETING & MEDIA Redaktion 24.06.2026

MCÖ: Empathic Web im Fokus

Das Business Breakfast des Marketing Club Österreich beschäftigte sich mit situativen digitalen Erlebnissen.

WIEN. Das Business Breakfast des Marketing Club Österreich gemeinsam mit der Digitalagentur Virtual Identity widmete sich dem Thema „The Empathic Web“ und der Frage, wie sich digitale Erlebnisse durch den Einfluss von künstlicher Intelligenz verändern.

Das Team von Virtual Identity präsentierte einen Ansatz für Websites, die sich an den jeweiligen Kontext und die Bedürfnisse einzelner Nutzer anpassen. Ausgangspunkt sei die Beobachtung, dass Menschen, die über AI-Systeme auf Websites gelangen, häufig bereits umfassend recherchiert und konkrete Erwartungen entwickelt hätten. Websites sollten diese Nutzer daher nicht erneut durch standardisierte Informationspfade führen.

„Auffindbarkeit bringt den Besuch. Was daraus wird, entscheidet das Erlebnis“, betont Amir Tavakolian, Director Business Development bei Virtual Identity.

Vom Standardauftritt zum situativen Erlebnis
Timo Mayer, Technical AI Expert bei Virtual Identity, zeigte anhand eines Live-Prototyps, wie aus derselben Markenbasis in Echtzeit unterschiedliche Website-Erlebnisse entstehen können. Das fiktive Urlaubsresort „Serene Haven“ wurde dabei für zwei verschiedene Nutzungssituationen betrachtet.

Eine hektische Alltagssituation habe zu einer stärker transaktionsorientierten Darstellung mit Preisen und Verfügbarkeiten geführt. Bei einer entspannten Situation seien hingegen emotionale Inhalte, Bildwelten und Vertrauen im Vordergrund gestanden.

Das Konzept von Virtual Identity basiere auf drei Schritten: Zunächst würden freiwillig bereitgestellte Signale (Sensing) erfasst. Danach erfolge deren Interpretation im jeweiligen Nutzungskontext (Reasoning). Abschließend würden Inhalte und Interface-Elemente (Rendering) dynamisch zusammengestellt.

Mensch und Maschine gemeinsam adressieren
Für Marketingverantwortliche ergäben sich daraus drei zentrale Handlungsfelder. Marken müssten ausführbare Markenrichtlinien für AI-Systeme erstellen, die User Experience um eine Agent Experience erweitern und strukturierte sowie adaptierbare Inhalte aufbereiten, die von Menschen und Maschinen verstanden werden könnten.

Die anschließende Publikumsdiskussion wurde von Birgit Sedlmayer-Gansinger moderiert.

„Unser Business Breakfast machte deutlich, dass mit dem zunehmenden Einfluss von AI auf die Customer Journey nicht nur die Auffindbarkeit von Marken wichtiger wird. Auch die Fähigkeit, digitale Erlebnisse situativ und relevant zu gestalten, wird immer bedeutender“, sagt Regina Loster, Geschäftsführerin des Marketing Club Österreich, abschließend. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL