Musik-Botschafter
© Lara Tomasic
Musik-Förderung: Ernennung der neun Ambassadors mit Laudatoren und AKM-Präsident Peter Vieweger (r.).
MARKETING & MEDIA Redaktion 25.09.2026

Musik-Botschafter

Das Ambassador-Programm gibt jungen Menschen der Musikbranche mehr Gehör, Sichtbarkeit und Teilhabe.

••• Von Willy Bauer

WIEN. Schweden lebt es uns seit den 1970ern vor. Durch schlanke, zentralistisch gesteuerte Förderprogramme, speziell im Pop/Rock-Bereich, wurde Schweden, mit einer Kernwertschöpfung von 1,5 Mrd. €, zu einem der  wenigen Länder weltweit, das über „Export Music Sweden“ mehr Einnahmen aus Musikexporten erzielt, als es für Importe bezahlen muss.

Kee Marcello, Gitarrist der schwedischen Band Europe (The Final Countdown), schilderte mir: „Als wir Kids in den 70ern waren, bekamen wir einen voll ausgestatteten staatlichen Proberaum zur Verfügung gestellt. Wenn wir nachweisen konnten, dass wir regelmäßig probten, gab es auch noch ein Taschengeld dazu.“ Bedingungen, von denen der heimische Nachwuchs nur träumen kann.

Föderalistische Struktur
Im Musikland Österreich liegt die Brutto-Kernwertschöpfung der Musikbranche bei  400 Mio. €. Das heimische, stark föderalistische Förderungssystem ist klar auf elitäre Klassik ausgerichtet. Im publikumsstarken Pop/Rock-, Schlager- und Electronic-Bereich wird das Potenzial des Nachwuchses nicht voll ausgeschöpft. Um das zu verbessern, wurde das Ambassador-Programm als eine gemeinsame Initiative der Verwertungsgesellschaft AKM, ACOM (Austrian Composers Association) und ÖMR (Österreichischer Musikrat) etabliert, um gezielt jungen Menschen in der österreichischen Musikbranche mehr Gehör, Sichtbarkeit und aktive Teilhabe zu ermöglichen.

Neun namhafte Artists
Dalia Ahmed, Victor Gangl, Natalie Holzner, Josh., Die Mayerin, Yvonne Moriel, Christoph Renhart, Revelle und Yasmo stehen für unterschiedliche musikalische Zugänge und künstlerische Biografien. Sie stehen dem Nachwuchs als Vorbilder und Mentoren zur Seite und sollen mit ihrem Input zugleich dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Musikschaffende zukunftsfit zu gestalten. Wie stark der Wirtschaftsfaktor Musikindustrie ist, zeigt eine Studie von Econmove aus 2024. Hier spricht man von 97.000 direkt durch Aktivitäten der Musikwirtschaft beschäftigten Personen sowie 4,8 Mrd. € volkswirtschaftlichem Mehrwert.

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