WIEN. Die Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft (öGIG) hat eine Fremdkapitalfinanzierung in Höhe von 225 Mio. Euro abgeschlossen. An der Finanzierungsrunde beteiligen sich die BayernLB, die KfW, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und die Europäische Investitionsbank (EIB). Das Unternehmen will damit den privatwirtschaftlichen Ausbau seiner Glasfasernetze in Österreich fortsetzen und die Aktivierung von Kundenanschlüssen beschleunigen.
Für die öGIG, deren Muttergesellschaft Allianz seit 2019 den Netzausbau ausschließlich mit Eigenkapital finanziert hat, handelt es sich um die erste Fremdkapitalfinanzierung. Neben der Errichtung weiterer Netze rücken künftig die Vermarktung und Nutzung bereits geschaffener Anschlüsse stärker in den Mittelpunkt.
75 Millionen Euro von der EIB
Die Europäische Investitionsbank beteiligt sich mit 75 Mio. Euro an der Finanzierung. Die Mittel werden durch das EU-Programm InvestEU unterstützt und sollen den Glasfaserausbau in sechs österreichischen Bundesländern fördern.
„Ländliche Regionen brauchen zuverlässige, leistungsfähige Internetverbindungen genauso wie die Städte“, erklärt EIB-Vizepräsident Karl Nehammer. Mit der Finanzierung wolle man die digitale Kluft verringern und regionale Wirtschaftsstandorte stärken.
Ausbau offener Netze
Die öGIG setzt beim Glasfaserausbau auf ein Open-Access-Modell, bei dem verschiedene Telekommunikationsanbieter dieselbe Netzinfrastruktur nutzen können.
„In einem herausfordernden Marktumfeld ist die Finanzierung ein nächster Meilenstein und ein besonderer Erfolg“, sagt öGIG-CEO Alfred Pufitsch.
Auch CFO Robert Sunderman sieht in der abgeschlossenen Finanzierung eine Bestätigung der Unternehmensstrategie. Die geplanten Investitionen in den Glasfaserausbau in österreichischen Städten und Gemeinden sollen damit fortgeführt werden. (red)
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