ST. PÖLTEN. Die NÖN stellt ihr redaktionelles und digitales Angebot neu auf. Grundlage dafür ist ein Zukunftsprozess, bei dem gemeinsam mit Lesern und rund 100 Niederösterreichern die Erwartungen an regionalen Qualitätsjournalismus untersucht wurden. Erste Maßnahmen sollen bereits mit der nächsten Ausgabe umgesetzt werden.
Eine zentrale Neuerung betrifft die Website NÖN.at. Noch im Oktober soll der Relaunch erfolgen, der unter anderem eine verbesserte Nutzerführung, kürzere Ladezeiten und eine optimierte Darstellung auf unterschiedlichen Endgeräten bringen soll.
Klare Aufgabenteilung zwischen Print und Online
Künftig sollen die digitalen Kanäle verstärkt die aktuelle Nachrichtenberichterstattung übernehmen, während sich die gedruckte Wochenzeitung stärker auf Hintergründe, Analysen, Reportagen und Einordnung konzentriert. Laut Unternehmen erscheinen auf NÖN.at täglich mehrere hundert Beiträge aus Niederösterreich.
Inhaltlich will die NÖN verstärkt Menschen und Entwicklungen aus den Regionen in den Mittelpunkt stellen. Geplant sind zusätzliche Porträts, Interviews und Reportagen sowie mehr Hintergrundberichterstattung zu gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen.
Auch Kulinarik, Reise und Freizeit erhalten mehr Platz. Eine eigene Kulinarik-Seite soll künftig in jeder Ausgabe regionale Gastronomiebetriebe vorstellen. Darüber hinaus wird die Berichterstattung stärker an Lebens- und Pendlerregionen ausgerichtet, sodass auch relevante Entwicklungen aus benachbarten Bezirken berücksichtigt werden.
Printausgabe künftig am Donnerstag
Eine weitere Änderung betrifft den Erscheinungstag: Die gedruckte NÖN erscheint künftig donnerstags. Damit will das Medienunternehmen der zunehmenden Bedeutung der Wochenendlektüre Rechnung tragen und die Zeitung stärker als vertiefendes Wochenmedium positionieren.
„Die Menschen informieren sich heute anders als noch vor wenigen Jahren. Deshalb stärken wir einerseits unsere digitalen Angebote, wie die neue Webseite, den kürzlich auf den Weg gebrachten WhatsApp Kanal sowie den Fokus auf verschiedene Soziale Medien wie Instagram, Facebook und Co. Andererseits schärfen wir das Profil der Printausgabe als Medium für Orientierung, Einordnung und Hintergründe“, erklärt Geschäftsführer Gert Bergmann.
Neben dem Website-Relaunch baut die NÖN auch ihre Präsenz auf Social Media aus. Nach Unternehmensangaben erreichen die Kanäle derzeit insgesamt 147.000 Follower, 34,2 Mio. monatliche Aufrufe und 458.000 Interaktionen. (red)