Österreichs Straßenzeitungen rufen zu bundesweitem Aktionstag gegen Armut auf
© Die österreichischen Straßenzeitungen
Am 21.10. ist Tag der österreichischen Straßenzeitungen.
MARKETING & MEDIA Redaktion 21.10.2026

Österreichs Straßenzeitungen rufen zu bundesweitem Aktionstag gegen Armut auf

Am 21. Oktober setzen acht Straßenzeitungen gemeinsam ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.

WIEN. Acht Straßenzeitungen rufen für den 21. Oktober 2026 zu einem gemeinsamen Aktionstag auf. Beteiligt sind 20er (Tirol), Apropos (Salzburg), Augustin (Wien, Niederösterreich und Burgenland), kaz (Kärnten), Kupfermuckn (Oberösterreich), marie (Vorarlberg), Megaphon (Steiermark) und zebra (Südtirol). Unter dem Motto „Wir sind gekommen, um zu bleiben, denn es braucht uns!“ wollen sie auf Armut, Wohnungslosigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung aufmerksam machen.

Hintergrund sind laut den beteiligten Redaktionen unter anderem Sparmaßnahmen im Sozialbereich und die wirtschaftlich angespannte Situation vieler Medien. Der Aktionstag soll sowohl die journalistische als auch die soziale Funktion der Straßenzeitungen hervorheben.

Journalismus und soziale Unterstützung
Das Geschäftsmodell der Straßenzeitungen verbindet journalistische Berichterstattung mit einer Verdienstmöglichkeit für armutsbetroffene Menschen. Die Verkäufer erwerben die Zeitungen zum halben Verkaufspreis und behalten die Differenz als Einkommen.

Darüber hinaus bieten die Organisationen begleitende Sozialarbeit an. Diese umfasst beispielsweise Unterstützung bei der Wohnungssuche, bei drohenden Delogierungen, Behördenwegen und rechtlichen Fragen sowie bei der Vermittlung medizinischer Versorgung.

Aufruf zu mehr Solidarität
„Eine Zeitung kann man lesen. Eine Straßenzeitung kann Leben verändern“, erklären die beteiligten Redaktionen gemeinsam.

Mit dem Aktionstag wollen sie außerdem eine Auseinandersetzung mit den Ursachen sozialer Ungleichheit anregen. Zugleich soll die Bedeutung der Straßenzeitungen als unabhängige journalistische Medien und als Einrichtungen zur Unterstützung gesellschaftlich benachteiligter Menschen sichtbar gemacht werden. (red)

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