ÖMG-Sandbox debattiert über KI und Cloud
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Gertraud Leimüller, Andreas Seling, Viktoria Zischka, Alexander Oswald, Wilhelm Steindl, Alexander Chvojka, Barbara Streimelweger, Matteo Rosoli und Rainer Schneemayer.
MARKETING & MEDIA Redaktion 09.07.2026

ÖMG-Sandbox debattiert über KI und Cloud

Experten diskutierten bei ÖMG-Sandbox über Cloud, KI und Kontrolle.

WIEN. Künstliche Intelligenz, Cloud-Infrastrukturen und digitale Souveränität entscheiden zunehmend über die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Unter dem Titel „Cloud, KI, Kontrolle – Wem gehört unsere digitale Zukunft?“ diskutierten Experten aus Wirtschaft, Technologie, Recht, Kommunikation und Marketing bei einer ÖMG-Sandbox, die gemeinsam mit ITdesign und Alexander Chvojka in den Räumlichkeiten von Himmelhoch stattfand, über Europas digitale Zukunft und den Handlungsspielraum heimischer Unternehmen.

Im Zentrum stand die Frage, wie Europa digitale Abhängigkeiten reduzieren kann, ohne auf Innovation zu verzichten. Einigkeit herrschte, dass KI kein Nischenthema mehr sei: Gerade kleine und mittlere Unternehmen stünden vor der Herausforderung, richtige Entscheidungen zu treffen, obwohl sich Technologien rasant veränderten.

Convenience oder Souveränität
„KI ist keine Zukunftsfrage mehr. Digitale Souveränität schon. Wir klicken uns täglich ein Stück Unabhängigkeit weg, bequem, schnell und meistens unbewusst. Die strategische Frage zur Nutzung von KI lautet daher: Wollen wir Convenience oder Souveränität?“, so Alexander Oswald, Präsident der Österreichischen Marketing-Gesellschaft.

Europa verfüge über exzellente Forschung, Talente und Kapital, übersetze diese Stärken jedoch zu selten in skalierbare digitale Plattformen. Besonders intensiv wurde über die wachsende Abhängigkeit von internationalen Plattformen wie Google, Microsoft und Meta diskutiert: Viele Unternehmen seien sich der Risiken bewusst, sähen jedoch oftmals keine praktikablen Alternativen. Digitale Souveränität dürfe dabei nicht mit Autarkie verwechselt werden, es gehe vielmehr darum, Wahlfreiheit zu schaffen und kritische Infrastruktur dort zu kontrollieren, wo sie strategisch relevant sei.

„Europa verfügt über die Köpfe und die Werte. Was fehlt, ist der gemeinsame Wille, Entscheidungen schneller zu treffen und digitale Zukunft aktiv zu gestalten, anstatt sie ausschließlich von außen gestalten zu lassen“, so Alexander Chvojka, Itdesign.

Mehrere Experten warnten davor, die Dynamik der KI zu unterschätzen: Die Entwicklungskosten für leistungsfähige Modelle stiegen rasant, während sich der Innovationszyklus verkürze. Europa verfüge nach Einschätzung der Runde noch über ein begrenztes Zeitfenster, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

An der Diskussion beteiligten sich Alexander Oswald (ÖMG-Präsident und Futura GmbH), Viktoria Zischka (ÖMG-Präsidentin und Billa), Rainer Schneemayer (Timewarp), Barbara Streimelweger (Stragere), Matteo Rosoli (Eustella), Gertraud Leimüller (Winnovation), Andreas Seling (Dorda Rechtsanwälte), Wilhelm Steindl (Rethink Consulting) und Alexander Chvojka (Itdesign). (red)

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