Österreichischer Behindertenrat fordert Erhalt analoger Zugangswege
© BMASGPK/Fotograf: David Habermann
Alexander Miklautz (Sozialministerium), Barbara Haider-Novak (Behindertenrat), Bundesministerin Korinna Schumann, Behindertenrats-Präsident Klaus Widl, Victoria Biber (Behindertenrat), Sektionschef Martin Zach, Susanne Keindl (beide Sozialministerium)
MARKETING & MEDIA Redaktion 05.08.2026

Österreichischer Behindertenrat fordert Erhalt analoger Zugangswege

Bei einem Austausch mit Bundesministerin Korinna Schumann betonte der Dachverband die Notwendigkeit von Wahlfreiheiten zwischen digitalen und analogen Angeboten.

WIEN. Vertretende des Österreichischen Behindertenrats, darunter Präsident Klaus Widl, Geschäftsstellenleiterin Barbara Haider-Novak und Referentin Victoria Biber, haben sich mit Bundesministerin Korinna Schumann sowie Sektionschef Martin Zach, Alexander Miklautz und Susanne Keindl zum Thema „Analoges Leben“ ausgetauscht. Im Zentrum des Gesprächs stand die Sicherstellung der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft.

Der Verband verwies dabei auf die UN-Behindertenrechtskonvention und forderte ein klares Wahlrecht zwischen digitalen und analogen Verfahren. „Digitalisierung eröffnet viele Chancen. Sie darf aber niemals dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen von Informationen, Kommunikation oder wichtigen Dienstleistungen ausgeschlossen werden. Wo digitale Angebote keine barrierefreie und selbstständige Nutzung ermöglichen, müssen gleichwertige analoge Alternativen bestehen bleiben.“, betont Widl.
Aus Sicht des Behindertenrats dürfe die Weiterentwicklung digitaler Angebote nicht zum Wegfall bewährter analoger Zugänge führen. Nur durch den Erhalt gleichwertiger analoger Alternativen könne eine selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen garantiert werden.

„Ich danke Bundesministerin Korinna Schumann und ihrem Team für den konstruktiven Austausch. Ich freue mich, dass der Österreichische Behindertenrat auch im weiteren Erarbeitungsprozess eng eingebunden wird. Die Perspektiven und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen müssen von Anfang an berücksichtigt werden, damit Digitalisierung allen Menschen zugutekommt.“, so Klaus Widl. (red)

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