Österreichischer Filmpreis: Nominierungen fix
© eSel
Die Nominierungen für den diesjährigen Österreichischen Filmpreis wurden bekannt gegeben.
MARKETING & MEDIA Redaktion 20.04.2026

Österreichischer Filmpreis: Nominierungen fix

20 Filme und 94 Filmschaffende wurden für 17 Kategorien berücksichtigt. Die Preisverleihung findet im Juni in Wien statt und steht unter dem Motto „Eine Bühne für den Film“.

WIEN. Die Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis 2026 sind am 15. April im Wiener Ringturm bekanntgegeben worden. Insgesamt wurden 20 Filme und 94 Filmschaffende in 17 Kategorien nominiert.

Überblick der Nominierungen
Der Film "Perla"  führt die Liste mit 13 Nominierungen an. Dahinter folgen "Vier minus drei" und "Welcome Home Baby" mit jeweils acht sowie "Mothers Bay" mit sechs Nominierungen. How to be normal and the Oddness of the Other World" sowie  "Wenn Du Angst hast nimmst Du dein Hernz in den Mund  und lächelst" erhielten jeweils drei Nominierungen. Die Dokumentarfilme "Girls & Gods. noch lange keine Lippizzaner" und "Wise Woman" – "Fünf Hebammen, Fünf Kulturen" sowie die Spielfilme "Happy" und "White Snail" wurden jeweils in zwei Kategorien berücksichtigt.

Gala und künstlerische Leitung
Die Verleihung des 16. Österreichischen Filmpreises findet am 18. Juni 2026 in den hq7 studios in Wien statt. Unter dem Motto „Eine Bühne für den Film“ übernehmen Julia Edtmeier und Alexander Pschill die künstlerische Leitung des Abends. Beide verbindet eine langjährige Zusammenarbeit im Theater Bronski & Grünberg.

Zum Konzept der Gala sagen Edtmeier und Pschill: „Es scheint ein größeres Bedürfnis zu geben, dass alles zusammenwächst. Wenn uns das gelingt, könnte unser Beitrag zur Gala ein Symbol für die Überwindung dieser Grenzen sein.“

Neuerungen und Rahmenprogramm
Laut Projektleiterin Alexandra Valent wurde ein neuer Einreichrekord verzeichnet. In der Kategorie Bester Kurzfilm wird erstmals neben der Regie auch die Produktion ausgezeichnet. Zudem gilt künftig eine Altersgrenze in den Schauspielkategorien: Schauspielende müssen zum Zeitpunkt des Drehs 15 Jahre alt sein. Der Abend der Nominierten ist für den 8. Juni in Purzl's Paradiesgarten geplant. Die Veranstaltung ist ausschließlich mit Einladung zugänglich.

Branchenpolitische Themen
Im Rahmen der Präsentation wurde wiederholt die Einführung einer Streamingabgabe thematisiert. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Filmbranche betonten die Bedeutung entsprechender Maßnahmen für die Finanzierung und Sicherung des heimischen Films.

Veronica Kaup-Hasler erklärte, Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler habe im Rahmen der Berlinale ein klares Bekenntnis zum österreichischen Film abgelegt. Andreas Robert Herz betonte, dass Kultur bei Budgetverhandlungen geschützt werden müsse. Alexander Dumreicher-Ivanceanu verwies darauf, dass ein fairer Anteil der Einnahmen von Streamingdiensten in die heimische Filmproduktion fließen solle.

Ausblick und Partnerschaften
Die Preise werden im Rahmen eines notariell überwachten Wahlverfahrens von den Mitgliedern der Akademie des Österreichischen Films vergeben. Begleitend zur Veranstaltung ist eine umfassende Berichterstattung im ORF geplant.

Die Akademie setzt zudem die Partnerschaft mit den Österreichischen Lotterien fort. Im Rahmen der Initiative „Lotterien Tag: Filmpreis on tour“ werden im November ausgewählte Preisträgerfilme österreichweit bei freiem Eintritt gezeigt. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL