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ORF investiert 310 Millionen Euro in heimische Film- und TV-Wirtschaft © APA/Georg Hochmuth

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

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ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Redaktion 06.05.2021

ORF investiert 310 Millionen Euro in heimische Film- und TV-Wirtschaft

Vereinbarung für die Jahre 2022–2024 abgeschlossen; Wrabetz: „Investition in österreichische Kreativität“.

WIEN. Der ORF hat sich mit der österreichischen Filmwirtschaft geeinigt, in den Jahren 2022 bis 2024 insgesamt 310 Mio. € in die Produktion von heimischen Filmen, Dokumentationen und Serien zu investieren. Wie schon 2016–2018 und 2019–2021 hat sich der ORF in Verantwortung für die heimische Film- und TV-Wirtschaft zu dieser Investitionszusage entschlossen, um eine Planungs- und Produktionssicherheit gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sicherzustellen. Die entsprechende Vereinbarung wurde am Mittwoch, dem 5. Mai 2021, von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Vertretern der Filmwirtschaft unterzeichnet.

Wrabetz: „Wir investieren in österreichische Kreativität! Der ORF ist der wichtigste und verlässlichste Partner und Auftraggeber der heimischen Filmwirtschaft. Österreichische Filme, Dokus und Serien haben großes Publikum in Österreich und sind international angesehen und vielfach ausgezeichnet. Kein anderer TV-Sender produziert in annähernd ähnlichem Umfang österreichischen Film und österreichische Serie. Mit diesem Abkommen stellen wir erneut langfristig sicher, dass mit hochqualitativer Vielfalt made in Austria ein starker Impuls für die österreichische Filmwirtschaft gesetzt und der Produktionsstandort Österreich nachhaltig gestärkt wird. Das ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders wichtig.“

ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner: „Das österreichische Film- und Serienschaffen der Filmwirtschaft und des ORF ist Gesicht und Stimme dieses Landes. Die heimischen Produktionen liegen in der Publikumsgunst weit voran. Der österreichische Film und die österreichische Serie sind längst zu einer attraktiven, unverzichtbaren Marke geworden. Wichtig ist mir, in allen Bereichen der Besetzung – vor und hinter der Kamera – das österreichische Talent zu fördern und die Vielfalt einer Gesellschaft zuzulassen. Auch der große internationale Erfolg unserer Koproduktionen ist höchst erfreulich und eröffnet den österreichischen Kreativen zusätzlich Chancen am internationalen Markt.“

John Lueftner, Präsident AAFP (Association of Austrian Filmproducers): „Das ist ein starkes Zeichen in dieser schwierigen Zeit. Wir bedanken uns für das Vertrauen in die kreative Leistungsfähigkeit der österreichischen Filmwirtschaft, das der ORF damit bestätigt. Und wir freuen uns auf viele weitere originär österreichische Filme, Serien und Dokumentationen, die in dieser Zusammenarbeit entstehen.“

Helmut Grasser, Präsident Filmaustria: „Der ORF ist der wesentlichste Partner für die österreichische Filmwirtschaft. Das Publikum schätzt das Programm, das wir mit und für den ORF herstellen. Es sichert unserem Land Identität und Unverwechselbarkeit. Da vor allem die Produktion von fiktionalem Programm lange Vorlaufzeiten braucht, ist die Verlängerung des Abkommens der richtige Schritt zur richtigen Zeit. Dadurch werden viele Tausend Arbeitsplätze der Kreativen in den nächsten Jahren gesichert.“

Für Filme, Dokumentationen und Serien aus Österreich
Die zwischen ORF und Filmwirtschaft erzielte Vereinbarung ist die dritte ihrer Art und mit 310 Mio. € die bisher höchstdotierte. Bereits 2015 und 2018 einigte sich der ORF mit der Filmwirtschaft auf Vergabevolumina in Drei-Jahres-Tranchen: 2016–2018 investierte der ORF insgesamt 300 Mio. €, 2019–2021 insgesamt 305 Mio. € in heimische Filme, Serien und Dokumentationen. Für die Jahre 2022–2024 sagt der ORF nun ein fixes Auftragsvolumen von insgesamt 310 Mio. € zu, wobei ein jährliches Volumen von 98 Mio. € pro Jahr nicht unterschritten werden soll. Der ORF wird dabei den Anteil des auf die Produktion fiktionaler Programminhalte entfallenden Auftragsvolumens für die Jahre 2022–2024 auf insgesamt 171 Mio. € erhöhen (d. h. durchschnittlich 57 Mio. € pro Jahr), wobei ein jährliches Volumen von 54 Mio. € pro Jahr nicht unterschritten wird. Diese Zusage gilt vorbehaltlich der Zustimmung des Stiftungsrates zum Finanzplan bzw. der Mittelfristplanung.

ORF-Erfolgsmarken gesichert
Mit dem Auftragsvolumen sind viele publikumswirksame ORF-Erfolgsmarken gesichert: So ist bereits eine 2. Staffel „Soko Linz“ fixiert. ORF-Fernsehfilmerfolge wie „Landkrimis“, „Stadtkomödien“ und mehrere Ausgaben des Austro-„Tatorts“ werden fortgesetzt. Für den Serien-Montag können neue Projekte umgesetzt werden. Drei weitere Folgen von „Vienna Blood“ und vieles mehr sind ebenfalls finanziert. (red)

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