WIEN. Seit Herbst 2023 bereitet Politiktrafik österreichische Innenpolitik und EU-Themen mit Österreich-Bezug für junge Zielgruppen auf Instagram und TikTok auf. Das ursprünglich von Studierenden gegründete Medien- und Bildungsprojekt beschäftigt aktuell 15 junge Redakteure, die ehrenamtlich für das Projekt arbeiten.
„Junge Menschen werden von der Politik zu wenig gehört. Wer mitreden und sich Gehör verschaffen will, braucht aber zuerst ein politisches Grundwissen“, sagt Jakob Gartner aus dem Vorstandsteam. Dieses Wissen wolle Politiktrafik niedrigschwellig, verständlich und faktenbasiert vermitteln.
Politische Bildung auf Social Media
In den vergangenen drei Jahren veröffentlichte Politiktrafik mehr als 285 Social-Media-Posts und erreichte über 3.000 Follower auf Instagram. Einen Schwerpunkt bilden Erklärvideos, in denen politische Fragen kurz und visuell aufbereitet werden.
Im Zuge der Berichterstattung zu den ORF-Sommergesprächen 2026 kooperierte Politiktrafik mit dem Nachrichtenmagazin profil. Dabei wurden laut Medienprojekt im August mehr als 180.000 User erreicht.
„Richtig genutzt, ist Social Media so viel mehr als Unterhaltung. Die Plattformen und Kanäle können ein Raum für politische Bildung und demokratische Teilhabe sein“, so Gartner. Der Anspruch sei, komplexe Themen ohne unnötigen Fachjargon, aber mit journalistischer Sorgfalt aufzubereiten.
Ehrenamtliches Medienprojekt
Politiktrafik ist als Verein zur Förderung politischer Grundbildung organisiert. Neben journalistischen Inhalten auf Instagram und TikTok bietet das Projekt Workshops zu politischer und medialer Bildung an. Finanzielle Starthilfe erhielt Politiktrafik aus Mitteln des Europäischen Solidaritätskorps, begleitet wurde die Redaktion zudem vom FJUM – forum journalismus und medien wien. (red)