Vertrauen bleibt zentrale Währung
© Frank Helmrich
Martin Kaindel
MARKETING & MEDIA Redaktion 17.04.2026

Vertrauen bleibt zentrale Währung

tele-Geschäftsführer Martin Kaindel ordnet die aktuelle Media-Analyse ein und ortet klare Aufgaben für die Zukunft.

WIEN. Die Media-Analyse 2025 bestätigt die starke Stellung heimischer Medien. Rund 50% der Menschen in Österreich ab 14 Jahren werden erreicht. Für tele-Geschäftsführer Martin Kaindel ist das ein klares Signal: „Das ist mehr als nur eine starke Zahl, es zeigt, wie tief österreichische Medien in der Gesellschaft verankert sind.“ Gerade in einem von Krisen geprägten Umfeld komme den Medien eine zentrale Rolle zu. „Sie schaffen Orientierung, Vertrauen und eine gemeinsame Informationsbasis und leisten damit einen zentralen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung“, so Kaindel.

Verschiebung der Werbegelder
„Wir sehen, dass ein wachsender Teil der Werbebudgets in Richtung internationaler Plattformen abwandert, nicht immer mit Blick auf die langfristigen Auswirkungen auf Medienvielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Für tele selbst zeigt sich die Relevanz in konkreten Zahlen. „Im Cross-Media-Reach erreichen wir aktuell 13,5%. Diese Reichweite ist für uns und unsere Werbekunden ein stabiler Anker“, betont Kaindel.

Neue Anforderungen
Die Leserstruktur des Mediums sei stabil. „Wir erzielen insbesondere in den älteren Zielgruppen eine sehr hohe Reichweite“, erklärt Kaindel. Gleichzeitig sieht er Anpassungsbedarf: „Jüngere Menschen müssen anders angesprochen werden.“
Die Antwort darauf liegt für ihn nicht im Bruch mit Bestehendem, sondern in der Weiterentwicklung. Mehr Personalisierung, stärkere Serviceorientierung und die Anpassung an reale Nutzungssituationen stehen im Fokus. Ein wesentlicher Faktor bleibe zudem die regionale Verankerung.

Vom Programm zum Navigator
Auch inhaltlich richtet sich tele neu aus. „Wir entwickeln tele vom klassischen Programmträger hin zum persönlichen Entertainment-Navigator“, erläutert der Geschäftsführer. Ziel sei es, Nutzer bei der Auswahl zu unterstützen: „Es geht nicht mehr nur darum zu zeigen, was läuft, sondern dabei zu helfen, zu entscheiden, was sich wirklich lohnt.“
Ergänzt wird das Angebot durch alltagsnahe Themen wie Gesundheit, Reisen oder Familie sowie durch Inhalte rund um Film, Serien und Sport.

Verzahnung Print und Digital
Eine zentrale Rolle spielt das Zusammenspiel der Kanäle, „als bewusst orchestriertes System“, so Kaindel. Während Print Orientierung schaffe, liefere Digital die unmittelbare Vertiefung. Für die Zukunft sieht Kaindel eine klare Priorität: „Reichweite entsteht heute nicht mehr allein durch Content, sondern durch das Zusammenspiel aus Distribution, direktem Nutzerzugang und wiederkehrender Nutzung.“ Ziel sei es, stabile Beziehungen aufzubauen und Reichweite nachhaltig zu sichern.

www.tele.at

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