vie-mobility mit Mobilitätsminister Hanke
© Kathi Schiffl
Ralph Vallon, Josef Faber, Peter Hanke, Hartwig Hufnagl, Julia Schellnast, Martin Rada
MARKETING & MEDIA Redaktion 12.06.2026

vie-mobility mit Mobilitätsminister Hanke

Bei der 16. Ausgabe der vie-mobility standen aktuelle Entwicklungen rund um Elektromobilität, Infrastruktur und nachhaltige Mobilitätskonzepte im Mittelpunkt.

WIEN. Die 16. Ausgabe der vie-mobility, einer Plattform für Elektromobilität, Nachhaltigkeit und den Wirtschaftsstandort, fand beim Rollerprofi Faber statt. Nach der Eröffnung durch Veranstalter Ralph Vallon sprach Moderatorin Sonja Kato mit Mobilitätsminister Peter Hanke über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Mobilitätswende.

Investitionen in Infrastruktur
Hanke betonte die Bedeutung eines Zusammenspiels von Schiene und Straße. Als wichtige Projekte nannte er die Fertigstellung der Koralmbahn, den Brenner Basistunnel sowie den Ausbau des Semmeringbasistunnels. „Dass trotz budgetärer Restriktionen weitere vier Milliarden Euro in Schiene und Straße investiert werden. Das ist bedeutend für die Zukunft einer CO2 reduzierten Mobilität und für die Wirtschaft, wo wir in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen gerade jetzt investieren müssen. Die Elektromobilität wird durch das Forcieren des ÖBB-Klimatickets und zum Beispiel durch den Ausbau der neuen E-Ladestationen auf den ASFINAG Rastplätzen weiter ausgebaut.“

Diskussion über Mobilitätslösungen
Im Anschluss diskutierten Josef Faber, CEO der Faber Group, Hartwig Hufnagl, CEO der Asfinag, Julia Schellnast, Innovationsmanagerin bei Taxi 40100, sowie Martin Rada, CEO der Group Viibe, über aktuelle Entwicklungen im Mobilitätsbereich.

Faber verwies auf die Entwicklung des Unternehmens im Bereich Elektromobilität und erklärte: „Das Zeitalter der E-Mobility hat bei uns Einzug genommen. Mit den beiden elektrischen Rollern Vespa und Piaggio bieten wir zwei top Angebote für unsere Kunden an, die über eine ausreichender Reichweite verfügen und die wendigen und platzsparenden Roller energieeffizient einsetzen können. Mit einem Microcar haben wir neu den elektrischen Microlino im Programm, der eine Alternative für den innerstädtischen Verkehr darstellt.“

Ausbau von Straße und Ladeinfrastruktur
Hufnagl verwies auf geplante Infrastrukturprojekte und den Ausbau des Ladenetzes. „Wir investieren mit dem Bauprogramm 2026 bis 2031 insgesamt 12,5 Milliarden Euro in ein erweitertes und modernisiertes hochrangiges Straßennetz wie zum Beispiel mit den Projekten der Luegbrücke in Tirol, der Investitionsoffensive auf der Tauernautobahn oder der S1-Nordumfahrung rund um Wien. Darüber hinaus werden zusätzlich zu den 300 Ladepunkten auf den Raststätten weitere auf unseren Rastplätzen ausgebaut, hier wollen wir bis Mitte 2027 die Fertigstellung schaffen.“

Zur Finanzierung der Projekte sagte Hufnagl: „Dass kein einziger Cent an Steuergeld für Bauvorhaben in die ASFINAG fließt, weil die Finanzierung durch die Mauteinnahmen sichergestellt ist.“ Mit Blick auf laufende Bauprojekte ergänzte er: „Baustellen vergehen, Fortschritt bleibt.“

Nachfrage nach E-Mobilität
Rada berichtete von einer positiven Entwicklung bei Mietfahrzeugen des Unternehmens. „Die Kunden nehmen insbesondere das Komplettangebot von variablen Laufzeiten, Versicherungs- und Kfz-Services, inklusive Ladekarte usw. gerne an. Die Preisgestaltung ist dabei für viele private Kunden und aus Unternehmen attraktiv, insbesondere weil die Kosten sehr gut einzuschätzen sind und keine Überraschungen auf sie zukommen. Zusätzlich bieten wir mit Revibe gebrauchte E-Fahrzeuge an, die in einem guten Zustand und preislich reduziert sind.“

Darüber hinaus verwies er auf die Expansion nach Deutschland, wo derzeit ein neuer Vertrieb aufgebaut werde.

Autonomes Fahren als Zukunftsthema
Schellnast erklärte, Taxi 40100 stelle seine Flotte laufend auf elektrische Fahrzeuge um und sei zuversichtlich, in den kommenden Jahren 50 Prozent der Fahrzeuge elektrisch zu betreiben. Zum Thema autonomes Fahren sagte sie: „Wir sind von der Realisierung nicht mehr so weit entfernt, technisch funktioniert das schon sehr gut wie die Beispiele in USA oder China zeigen, es fehlen allerdings die rechtlichen Voraussetzungen an denen nunmehr gearbeitet wird.“

Im Anschluss an die Veranstaltung fand das Club Cuvée Sommerfest statt. Dabei präsentierte WineAid nochmals seine Weine. Das Unternehmen werde seinen Betrieb einstellen. Den Angaben zufolge unterstützte WineAid über viele Jahre gemeinsam mit dem Club Cuvée hilfsbedürftige Menschen. (red)

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