LONDON. Der britische Werbekonzern WPP plant laut einem Bericht von Reuters eine umfassende Neuordnung seiner Kreativagenturen. Die großen Kreativnetzwerke Ogilvy, VML und AKQA sollen demnach unter einer neuen Dachstruktur mit dem Namen „WPP Creative“ gebündelt werden. Ziel ist es, das Leistungsangebot für Kunden klarer zu strukturieren und integrierte Lösungen aus einer Hand anzubieten. Die einzelnen Agenturmarken sollen jedoch weiterhin eigenständig am Markt auftreten.
Die geplante Neustrukturierung gilt als eine der ersten größeren strategischen Maßnahmen der neuen WPP-CEO Cindy Rose, die das Unternehmen seit Herbst 2025 führt. Sie steht vor der Aufgabe, den Konzern effizienter aufzustellen und verlorene Großkunden zurückzugewinnen. Der Aktienkurs von WPP war zuletzt deutlich unter Druck geraten und hatte ein langjähriges Tief erreicht.
Reuters zufolge reagiert WPP damit auch auf den strukturellen Wandel in der Branche, unter anderem durch den wachsenden Einfluss von KI auf klassische Agenturleistungen. Die neue Kreativstruktur soll neben den bestehenden Media- und Produktionsbereichen angesiedelt werden. Eine offizielle Ankündigung wird noch im Laufe des Monats erwartet. (red)
