WIEN. Die Verkaufsflächen im österreichischen Handel sind 2025 erneut geschrumpft. Laut dem „Handelsflächen-Report 2026“ von RegioPlan Consulting, heuer erstmals in Kooperation mit dem Handelsverband präsentiert, ging die Gesamtfläche im Jahresvergleich um rund 3,0% zurück. Damit fiel der Rückgang etwas geringer als im Rekordjahr 2024 (–3,3%) aus, war aber deutlich höher als in den letzten Jahren (–1,5 bis –2,5%). Mitgrund für den neuerlichen Ausreißer sind die Schließungen der 17 letzten kika/Leiner-Filialen im Jänner 2025.
Reduktion statt Rückzug
„Was wir derzeit sehen, ist kein Rückzug des Handels, sondern ein Effizienz- und Qualitätsupgrade: Standorte werden gezielt optimiert, Konzepte geschärft und Flächen dort reduziert, wo sie wirtschaftlich nicht mehr nachhaltig sind“, ordnet HV-Geschäftsführer Rainer Will die Ergebnisse ein. Österreich weise weiterhin „eine hohe Verkaufsflächendichte auf“, die sich auch mit der „notwendigen Versorgungssicherung in den alpinen Gebieten“ begründen lasse. Während sich die 25 Top-Geschäftsstraßen des Landes relativ stabil zeigen (–0,4%), fällt der Flächenrückgang in mittleren und kleineren Geschäftszonen mit –4,1% recht stark aus.
Vermehrt Umwidmungen
„Der Rückgang der Verkaufsflächen in den meisten Handelsbranchen ist eine Folge des Wandels im Konsumverhalten, den wir seit über zehn Jahren sehen“, betont Romina Jenei, Geschäftsführerin von RegioPlan Consulting. Einerseits sei der E-Commerce „zuletzt wieder stärker gewachsen“, andererseits fließe ein „immer größerer Anteil der Ausgaben in Gastronomie, Freizeit und Dienstleistungen wie Fitness, Beauty-Behandlungen oder Kurse“. Parallel dazu sehe man aber auch laufend neue Markteintritte und – gerade im Non-Food-Diskont – anhaltende Expansionsbestrebungen (Woolworth, NKD, Action). (red)
Industriesoftware als Schlüsseltechnologie
•• Von Helga Krémer Industrie- und Energieunternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Prozesse nachhaltiger, effizienter und zugleich resilient zu gestalten. Digitalisierung und Innovation
