IG-Milch fordert neue Dürrehilfe
© IG Milch
Ernst Halbmayr, Mitbegründer European Milkboard und der Marke „A faire Milch“ aus St. Peter in der Au in NÖ.
RETAIL Redaktion 25.08.2026

IG-Milch fordert neue Dürrehilfe

Die IG-Milch erhöht in der Diskussion um das rund 240 Mio. Euro schwere Dürre-Hilfspaket den Druck auf die Bundesregierung. In einem offenen Brief an Bundeskanzler, Vizekanzler und zuständige Minister fordert die Interessenvertretung der Grünland- und Rinderbauern eine grundlegende Überarbeitung der geplanten Umsetzung. Besonders betroffene Betriebe würden derzeit nur unzureichend erreicht.

Nach Ansicht der IG-Milch ist das Hilfspaket falsch konzipiert. Obwohl ausreichend Daten über die besonders von der Dürre betroffenen Betriebe und Regionen vorhanden seien, werde ein großer Teil der Mittel nach dem Gießkannenprinzip verteilt. Gefordert wird daher ein runder Tisch mit Vertretern bäuerlicher Organisationen sowie Hagelversicherung, GeoSphere Austria, Agrarmarkt Austria und Statistik Austria, um die Hilfen zielgerichteter zu gestalten.

„Mit dieser Umsetzung der Dürrehilfe fließt ein Großteil der Mittel an den tatsächlich betroffenen Betrieben vorbei“, kritisiert Andreas Hetzlinger, Obmannstellvertreter der IG-Milch. Besonders Grünlandbetriebe seien benachteiligt, da nur rund 20% versichert seien und Maßnahmen wie Kreditstundungen oder Zinszuschüsse bei ihnen weniger stark greifen würden.

Auch Ernst Halbmayr, Mitbegründer des European Milk Board und der Marke „A faire Milch“, übt Kritik: „Was sich auf den ersten Blick gut anhört, ist dann handwerklich schlecht umgesetzt.“ Die IG-Milch fordert daher eine rasche Neuordnung der Hilfen, damit stärker betroffene Regionen und Betriebe einen entsprechend größeren Anteil der verfügbaren Mittel erhalten.

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